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Volkskunde
(1925-1931)
Entstehung
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Otto Weinreich

Zauberstücke stehen neben eigentlich Märchenhaftem; die Pete- Isis-Familiengeschichten gehören doch wohl kaum in eine solche Sammlung.Herodot, Alexanderroman und derartiges sind natürlich, weil bei Haus-rath- Marx, Griech. Märchen( im gleichen Verlag) schon enthalten, hierübergangen. Die zahlreichen Magica sind sehr willkommen, weil sie dasZauberdenken noch fest verwurzelt mit dem gesamten mythischen Denkenerkennen lassen, noch mit ganz anderm Realitätsgehalt ausgestattet alsdie Zaubersphäre unserer Märchen.

Ein prächtiges Stück sind ,, Die beiden Brüder"( S. 89 ff.), der lange be-kannte Papyrus d'Orbiney, aber noch viel zu wenig gewürdigt in seinen zahl-reichen mythischen und märchenhaften Motiven. Der Religionshistoriker seihingewiesen auf die Weissagungen des Nofer- Rohu( S. 113 ff.), das gemahnt zu-gleich an Hesiod und Altes Testament. Die Belehrung des Amon- em- opet mitihrer vлoduα- Form ist ad filium gerichtet, die Sprüche Salomons bekanntlichdavon abhängig. Auf die neutestamentlichen Parallelen im Leben des Si- Osire( 159 f.) sei ebenfalls hingewiesen, ebenso auf die seltsame, in Ägypten singu-läre Eschatologie( 160 f.) mit ihren' Oknos',' Tantalus' u. a. Büßertypen. DieseNamen fallen natürlich nicht, aber unverkennbar ist dieser demotische Papyrusaus der 2. Hälfte des 1. Jhds. n. Chr. hellenistisch beeinflußt( Nekyia- Typologie).Altorientalische Glossar ::: zum Glossareintrag Altorientalische Symbolik und christlicher Ritus klingt nach im Traum einesarmen Schluckers( 325): er wird durch einen Adler zum König proklamiertund vom Volk akklamiert, Kyrie eleison! Theudosios ist König geworden."Der Wettstreit der Dämonen, wer der schnellste sei( 327), wirkt ja bekanntlichweiter bis in die Faustdichtungen hinein. Die zahlreichen Tafeln und vieleTextabbildungen sind eine willkommene Beigabe des ungemein fesselndenBandes. Der Leser wird mit Nutzen jetzt auch Piepers Artikel über das ägyp-tische Märchen heranziehen. Zeitschr. deutsch- morgenländ Glossar ::: zum Glossareintrag  morgenländ. Gesellsch. NF VIII1929, S. 147-170 und Handw. d. d. Märchens I 24-46.

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37. Giese hat sich's bei den Türkischen Märchen gar zu bequemgemacht. Er gibt an, daß er seine Nummern 1-14 aus dem Billur kjöschkübersetzte und nennt Menzels Übersetzung. In meiner Anzeige Menzels be-dauerte ich schon( oben 22, 340 f.), daß deren Anmerkungen nicht viel helfen,Giese sieht überhaupt davon ab, die Stücke einzureihen. Ich verweise alsoauf die von mir beigebrachten Angaben über die Parallelen bei Jungbauer,durch die man sich dann weiterhelfen kann. Giese gibt weiter an, aus TürkMasallary seine Nummern 19-21 entnommen zu haben, aus Türk Jurdu-beides sind moderne türkische Märchenpublikationen das Märchen ,, In derJugend oder im Alter" übersetzt zu haben. Das ist aber seine Nr. 20! Undauf derselben Seite 3 gab er doch an, 19-21 stammten aus Türk Masallary!Weiter: von seinen eigenen, 1907 aus Anatolien selbst gesammelten Märchen-texten, stammten die Nummern 15-19. Aber wieder auf derselben Seite stehtdoch, 19-21 seien aus Türk Masallary! Was ist nun richtig? 22-40 entnehmeer dem Tutiname- aber welche seiner Nummern entspricht welcher Rosens?Was nützt es dem gelehrten Benutzer der Sammlung, wenn er nur generellerfährt, 41-43 seien aus dem Humajunname, 64-66 aus dem Qyrq vezir?Wenn er sich mittels Chauvins Bibliographie Parallelmaterial suchen will,

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1 Fr. Giese Türkische Märchen. Jena 1925, Diederichs. 307 S.

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