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Otto Weinreich, Volkskunde( 1925-1931)
245( 1921/22) Nr. 499-504. Der Aufsatz über das Prosimetrum Nr. 3349 ist vonO. Immisch, leider nicht von mir.( 1923/24) Nr. 2552 lies Thorndike, richtig in2923, wo wenn überhaupt die nochmalige Buchung( als Korrektur?) zuRecht besteht- auf die Rezensionen bei 2552 zu verweisen war. Im Namen-register S. 455 sind mir einige Arbeiten des Spezialisten für jüdische Volks-kunde[ M.] Weinreich beigelegt. Andere, wichtigere Gravamina berührt Hep-ding, Hess. Bl. f. Volksk. 28, 185 f. Die Bibliographie für 1925/26 ist von PaulGeiger bearbeitet, aber ganz im Sinne des bisherigen Herausgebers und vonihm mit seinem Rat begleitet. Wie der Umfang( um 100 Seiten!), so vergrößertsich entsprechend der erhöhten Forschertätigkeit auch der Stab der helfendenSpezialisten für bestimmte Sachgruppen. Exotische Glossar ::: zum Glossareintrag Exotische Völkerkunde und Orts- undFlurnamenforschung sind jetzt ausgeschieden, da hierfür selbständige Zeit-schriften bibliographisch orientieren.
Den Grad der Vollständigkeit, den Hoffmann- Krayer und Geiger erreichen,bietet natürlich der volkskundliche Jahresbericht des Literari-schen Zentralblattes nicht, dafür erscheint er schon im Jahr nach demBerichtsjahr.1
2. An neuen Zeitschriften sind zu notieren: die von E. Fehrle weit-blickend geleitete Oberdeutsche Zeitschrift für Volkskunde( seit1927, Verlag Konkordia in Bühl) und die von G. Jungbauer herausgegebeneSudetendeutsche Zeitschrift für Volkskunde( seit 1928, Prag,Calvesche Universitätsbuchhandlung), die natürlich eine besonders wichtigeAufgabe zu erfüllen hat.
Die Wiener Beiträge, die Koppers und Flor leiten, pflegen P. W. Schmidtskulturhistorische Richtung auf Grund der ethnologisch- linguistischen Basis.Aus dem 1. Bande nenne ich die umfangreiche Abhandlung von F. Flor: Haus-tiere und Hirtenkulturen; kulturgeschichtliche Entwicklungsumrisse( S. 1-238);F. Röck, Das Jahr von 360 Tagen und seine Gliederung( S. 253-288); W. Koppers,Der Hund in der Mythologie der zirkumpazifischen Völker( S. 359-399).
Über Fraengers inzwischen wieder eingegangenes Jahrbuch für histo-rische Volkskunde vgl.§ 5. Die Zeitschrift für Volkskunde, hrsg.von F. Boehm( Berlin- Leipzig, de Gruyter, seit 1929) ersetzt die alte Zeitschr.d. Vereins f. Volksk. und ist jetzt das Zentralorgan des Verbandes DeutscherVereine für Volkskunde.
3. Halliday, als guter Kenner alt- und neugriechischer Volkskundebewährt, vereinigt 6 Abhandlungen, die in teilweise bei uns kaum er-reichbaren Zeitschriften schon veröffentlicht waren. Der erste, über dieZigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeuner in der Türkei, wird dem Leser der unten§ 33 zu be-sprechenden Zigeunermärchen Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeunermärchen von Aichele willkommen sein. 2. und 3.
1 E. Mogk- W. Ferls Volkskunde. Das Schrifttum des Jahres 1924(= Jahres-berichte des Literarischen Zentralblattes I, 1924, Nr. 16). Leipzig 1925, Verlagdes Börsenvereins der Deutschen Buchhändler. 60 S.
2 Wiener Beiträge zur Kulturgeschichte und Linguistik. Veröffentlichungendes Institutes für Völkerkunde an der Universität Wien, hrsg. v. W. Koppersund F. Flor. Bd. I. Wien 1930, Verlag des Universitäts- Instituts für Völker-kunde.
3 W. R. Halliday Folklore Studies ancient and modern. London[ 1924], Me-thuen. XX, 172 S.