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geworden, und er sagt, daß ihm Herr Unrat, Herr Schaffenichtund Seltenreich beim Hausbau helfen, Herr Mangel, Schade,Zweifel und Unbereit sein stetes Ingesinde bilden. Wie schonfrüher, so mehr noch jezt, zog er von Burg zu Burg, vonLand zu Land, bis er müde und schiffbrüchig ins Grab sank.Er hat Deutschland, Frankreich und Italien kennen gelernt;seine Erfahrung, seine Bildung, sein Talent waren nichtgering; er streut viele französische Brocken und gelehrte An-spielungen in seine Rede ein, ahmt eine bestimmte Formfranzösischer Gedichte, die Pastourellen, halb satirisch nach,und läßt seiner Lebenslust und seinem satirischen Übermutdie Zügel schießen. Die schmachtenden Minnesinger älterenStils waren ihm unsympathisch; er verlangte derben Lebens-genuß: von Kunigund schwärmt er zu Adelheid, von Adelheidzu Irmengard, und er schildert mit frechem Behagen dieReize der Schönen und die verfänglichsten Szenen, die er mitihnen durchlebt hat. Die zurückhaltenden höfischen Damen derfrüheren Zeit, die klug haushielten mit den Zeichen ihrer Gunst,waren nicht nach seinem Geschmack; und vollends verspotteter diejenigen, die von ihrem Geliebten allzu schwere Helden-taten zum Beweise ihrer Minneglut verlangten; er karikiertdie Wünsche, mit denen sie ihre Erkorenen quälen: diese solltendie Donau in den Rhein fließen lassen, ein Haus aus Elfenbeinerbauen auf einem See, aus Galiläa den Berg herbringen,auf dem Adam gesessen habe, oder den Apfel des Paris,oder den Gral usw. Welch eine Wandlung! Vor 30 und40 Jahren schauten die Minnesinger schmachtend und vollerEhrfurcht empor zu ihrer angebeteten Schönen; Tannhäuserdagegen verspottet sie! Er hält es lieber mit derben Bauern-mädchen; lustig geigt und singt er ihnen zum Reihen und Tanze,bis der Fiedelbogen oder die Saite zerspringt:
Nu heia, Tanhûsaere!Zergangen ist dîn swaere;Swâ diu liebe bî dir waere,
Diu ist so freudebaere,
Da wurde wol gesungen,Getanzet und gesprungen.
Nu singe ich aber hei!Heia nu, hey!
Nu ist dem videllaere sîn videlboge enzwei.