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2 (1991) Lampen, Leuchter, Licht : Katalog. 2 / Aus der Metallsammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde : Österreichisches Museum für Volkskunde, Hauptgebäude Wien, Gartenpalais Schönborn
Entstehung
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sorgte. Neben dem, Bajonettbrenner" der Berliner Firma Stobwasserhatte Ditmar eine Monopolstellung auf dem Sektor der Petroleumlam-penherstellung. Durch ständiges Verbessern brachte Ditmar schlieẞ-lich 1856 den, Ditmar- Petroleum- Patentbrenner" auf den Markt. Die-ser Patentbrenner wurde zu einem derartigen Erfolg, daß die Firma1861 in Lemberg und 1862 in Graz je eine Niederlage gründen konnte.Aber noch stieg der Bedarf an Lichtquellen in unvorstellbaren Größen-ordnungen. Die zunehmende Industrialisierung des europäischenKontinents mit der ständig zunehmenden Anzahl von Fabriken, Firmenund Arbeitsstätten verlangte immer heftiger nach größeren, lichtstär-keren und besseren Lichtquellen. Diesem Trend Rechnung tragendentwickelte Ditmar die großflammige Luftzuglampe", bei der derBrenner mit dem Petroleumbehälter kombiniert und der innere Luftzugunten durch den Behälter zur Flamme geführt wurde. Diese Neukon-struktion wurde unter den Namen ,, Ditmars Favoritlampe und WienerBlitzlampe ein Welterfolg. Für große Räume, für Gasthöfe, Säle undVeranden, für Gärten und Märkte erzeugte Ditmar die sogenannte Astrallampe". Die vielfältige Verwendung der Petroleumbeleuchtungführte zu weiteren Konstruktionen von Lampen für Leuchttürme undLokomotiven, von Waggon- und Schiffslampen. Auch für Koch- undHeizzwecke fand das Petroleum Verwendung.

Im Zuge dieser Konjunktur" stieg Rudolf Ditmar in vier Jahrzehntenvom kleinen Lampenhändler auf zum Groẞindustriellen. Er war Präsi-dent der Eisen- und Blechverarbeitungsgesellschaft- Union", die zuseinen Hauptlieferanten gehörte, drei Hütten in Betrieb hatte und einesder größten Wirtschaftsunternehmen der Monarchie war. Zudem hatteDitmar noch zahlreiche Funktionen in verschiedenen Firmen, Gesell-schaften und Unternehmen. Sein Nachfolger Gerhard Ditmar konntedie Firma, aber auch die Produktpalette noch um einiges erweitern.Die Zweigniederlassung in Bombay hatte ein derartig großes Absatz-gebiet erschlossen, daß schon bald eine weitere Niederlassung inKalkutta errichtet werden mußte. Schließlich wurde das Exportge-schäft derartig umfangreich, daß auch Glaswaren, Emailgeschirr,Prozellan und Steingut, aber auch Papier und Textilien in das Liefer-programm Eingang fanden. Mit der Fusion der anderen großen WienerLampenfabrik, Gebrüder Brünner, 1907, erfuhr das Ditmarsche Unter-nehmen nochmals einen großen Impuls. Schließlich hatte DitmarBrünner drei Fabriken in Wien, eine Fabrik in Mailand, vier Verkaufs-geschäfte in Wien und je eins in Budapest, Graz, Lemberg, Prag,Triest, Lyon, Mailand, Bombay, Kalkutta und Schanghai. Mit der

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