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2 (1991) Lampen, Leuchter, Licht : Katalog. 2 / Aus der Metallsammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde : Österreichisches Museum für Volkskunde, Hauptgebäude Wien, Gartenpalais Schönborn
Entstehung
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wollte man von den bisherigen Rauchstuben abkommen. Wie immer,wenn die aufgeklärte" Obrigkeit auf dem Rechtswege versuchte,Neuerungen einzuführen, gab es Widerstand in der Bevölkerung. Somußte ein Landrichter 1763 replizieren: ,, In Betreff der Rauchstubenist es alda in disen Landtgericht Hollenburg nicht thuenlich,( dieseabzuschaffen), dan was nuzete es, falls auch Kachlöfen mit Thürlerrichtet würden, so verursachet ja das Spänne- Holz- Liecht, welichesallda ohnentbehrlich gebrauchet wird, eben souill Rauch, alẞ sonst indenen Rauchstuben zu sein pflegt."

In einem anderen Schreiben an das Kreisamt weist der Pflegerdarauf hin, daß in den wenigsten Orten noch Rauchstuben sind,, sondern seint fast aller Orth zwar Kächl Öffen, dessen allen abervngeacht miessen die Bauern dannoch in dissen stuben das Spän-Holz bey ihrer nächtlichen arweith gebrauchen... indem diese ohnehinsehr arme Bauern offtmals nicht sovill Fetten vermögen, daß sie ihretägliche Speisen darmith verweissen kunnten; auch bey einigen fastein ganzes Jahr verfliesset, daß er kein pfundt inslet in das Haußbekhombt, volglich vmb souill weniger in standt ist, einige Fetten in dieLampen beyzuschaffen..."

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Dem Österreichischen Museum für Volkskunde liegt ein Bericht 15 desHerrn Adolf Pregartbauer, Watzmanns 30, 3922 Groß Schönau imWaldviertel( NO) vor, in welchem sehr ausführlich beschrieben wird,wie Späne hergestellt und wie sie noch in unserem Jahrhundertwenn auch als Sonderfall- gebraucht wurden. Der Bericht des 1908geborenen später gelernten Schusters lautet folgendermaßen: ,, Möch-te Ihnen... auch einige Vorarbeiten zur Spanerzeugung erklären. Eskönnen nur gerade, nicht windverdrehte Bäume verwendet werden.Die Prügel werden 60 bis 80 cm geschnitten, von Rinde und Bastbefreit und in eine feuchte Wiese gelegt, damit das Holz blau wird. Imanderen Fall wird es auch in einen Heuhaufen gelegt, wo durch Wärmeund Feuchtigkeit das Holz auch blau wird. Das Holz wird dann gespal-ten, wo dann der Kern des Holzes entfernt wird, denn er eignet sichnicht zur Spanerzeugung."( 1.9. 1988, ZI. 552/88)

14 Moser, Oskar: Zur Geschichte und älteren Verbreitung der Rauchstuben im Rosen-tal. Ein Beitrag aus Häuserstatistiken des Rosentales in Kärnten. In: Volk undHeimat. Festschrift für Viktor von Geramb. Hrsg. von Hans Koren und LeopoldKretzenbacher. Graz 1949. S. 63-81.

15 Ergebnis einer Befragung im Juli 1988 durch die Verfasserin anläßlich der Einrich-tung der Ausstellung Vom Funken zur Elektrizität: histor. Beleuchtungskörper; e.Ausstellung d. Österr. Museums für Volkskunde Wien in Bad Großpertholz, 29. 7.-15.8.1988.

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