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Stick- und Knüpfmuster ruthenischer Flüchtlinge im Ersten Weltkrieg : aus der Sammlung des Volkskundemuseums Wien ; [Katalog zur Ausstellung ... im Österreichischen Museum für Volkskunde in Zusammenarbeit mit der University of Western Sydney, Australien ; 30. April bis 2. November 2014]
Entstehung
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DER ROTE FADEN DER VERTREIBUNG: ÖSTERREICH UNGARNS FLÜCHTLINGE IM ERSTEN WELTKRIEG

UND IHRE DARSTELLUNG IN DER KRIEGSHILFEAUSSTELLUNG VON 1915

deuten darauf hin, dass die Kriegsflüchtlinge oft nicht als loyaleÖsterreicher und Österreicherinnen angesehen wurden.30

In Wirklichkeit stand daher hinter der Ausstellung die Absicht,die Wienerinnen und Wiener zu beruhigen, indem gezeigtwurde, wie der Staat auch zu Kriegszeiten nationale Energienin die Zivilisierungsmission des Reichs investierte. Durch dieVerkoppelung dieser Kriegsmission mit dem Nationalcharakterder Flüchtlinge wurde der Zweck der Ausstellung jedoch

torpediert, und das Habsburgerreich spaltete seine eigeneBevölkerung.

30 Siehe z.B. den Fall des neunjährigen Flüchtlings aus Czernowitz Stanislaus Grendecki,der 1915 denunziert wurde, nachdem er, weil sein Vater wegen des Kriegs im Kranken-haus lag, zu einem Freund im Kino gesagt hatte, dass der Kaiser erschossen gehöre.( Healy, wie Anm. 28, S. 103, 148-159).

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