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Stick- und Knüpfmuster ruthenischer Flüchtlinge im Ersten Weltkrieg : aus der Sammlung des Volkskundemuseums Wien ; [Katalog zur Ausstellung ... im Österreichischen Museum für Volkskunde in Zusammenarbeit mit der University of Western Sydney, Australien ; 30. April bis 2. November 2014]
Entstehung
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DER ROTE FADEN DER VERTREIBUNG: ÖSTERREICH UNGARNS FLÜCHTLINGE IM ERSTEN WELTKRIEGUND IHRE DARSTELLUNG IN DER KRIEGSHILFEAUSSTELLUNG VON 1915

Der einflussreichste Befürworter dieser Kulturmission zuKriegszeiten war der Direktor des Österreichischen Museumsfür Volkskunde, Michael Haberlandt. Bereits im Jahr 1915hatte Haberlandt Museumsobjekte an die Metallsammlungdes Kriegsministeriums gespendet und dafür Gegenstände ausder Kunstabteilung des Ministeriums erhalten. 24 Im darauffolgenden Jahr nahm das Museum an einer Militärexpeditionin den Balkan teil, um Objekte für die Orient Glossar ::: zum Glossareintrag  Orient- und Balkan-Ausstellung des Kriegsministeriums zu sammeln, die imJänner 1918 in Wien stattfinden sollte. 25 Nach dem Besuchder Kriegshilfeausstellung begann Haberlandt sich dafür ein-zusetzen, dass die Objekte Teil der ständigen Sammlung desMuseums würden:

Es galt nun, den ländlichen volkskünstlerischenOrnamentenschatz Ostgaliziens aus dem treuenFormengedächtnis der bäuerischen Flüchtlingeheraus zu retten, indem die Mädchen und Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag  Weiberder einzelnen Dörfer in den Flüchtlingslagern ver-anlaẞt wurden, die ihnen vertrauten traditionellenOrnamente in Musterproben auszuführen, wodurchnun eine ganz einzigartige Sammlung und Festlegungdes Ornamentenschatzes Ost- und Mittelgalizienszustande gebracht worden ist.[...] Für alle Zeiten bleibtdiese Aktion ein Ehrenzeugnis kultureller und ethnischerArbeit der Staatsverwaltung."" 26

1921 verkaufte das Innenministerium seine Sammlungvon Flüchtlingsobjekten für knapp über 3.000 Kronen an

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Zu den Kriegsakquisitionen des Museums gehörten auch Objekte aus russischen Kriegs-gefangenenlagern in Österreich- Ungarn. Siehe den Jahresbericht des Museums für 1915,Zeitschrift für Österreichische Volkskunde, Band 21-22, 1915-16, S. 136.

25 Siehe Christian Marchetti: Austro- Hungarian Volkskunde at War: Scientists on Ethno-graphic Mission in World War I. In: Reinhard Johler, Christian Marchetti und MoniqueScheer( Hg.): Doing Anthropology in Wartime and War Zones: World War I and theCultural Sciences in Europe. Bielefeld 2010, S. 220-228.

26 Michael Haberlandt: Ausstellung von Fluechtlingsarbeiten. In: Zeitschrift für österreichischeVolkskunde/ Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, 21-22, 1915-16, S. 127-128.

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