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Stick- und Knüpfmuster ruthenischer Flüchtlinge im Ersten Weltkrieg : aus der Sammlung des Volkskundemuseums Wien ; [Katalog zur Ausstellung ... im Österreichischen Museum für Volkskunde in Zusammenarbeit mit der University of Western Sydney, Australien ; 30. April bis 2. November 2014]
Entstehung
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verschiedene Sprachen, wobei Polnisch im westlichen Teil undostslawische Sprachen bzw. Dialekte im östlichen Teil dominierten.Die polnischsprachige Bevölkerung war überwiegend römisch-katholisch, diejenigen, die eine ostslawische Sprache verwendeten,gehörten hauptsächlich der griechisch- katholischen, mit Romunierten Kirche an; die rund 200.000 Jüdinnen und JudenGaliziens sprachen vorwiegend Jiddisch.² Von der HabsburgischenVerwaltung wurden alle mit einer ostslawischen Sprache unterdem Begriff ,, Ruthenen zusammengefasst.³ Diese lebten nichtnur in Galizien, sondern auch in der Bukowina, in Nordungarn( Karpatoukraine) und anderen Kronländern. Der Name wurdevielfach vom mittelalterlichen Reich der Rus abgeleitet, daswestlich und östlich des Dnjepr lag und später Kiewer Rusgenannt wurde. Die Bewohner wurden angeblich Rusynoder Rus'kii", zu Deutsch Russinen" genannt, was latinisiert,, Russi oder Rutheni/ Ruteni" ergibt. Wann diese Begriffetatsächlich erstmals verwendet wurden und wen genau siebezeichneten, darüber gibt es unter den HistorikerInnen undSprachwissenschaftlerInnen bis heute verschiedene Meinungen.5Die Ruthenen" selbst nannten sich im 19. Jahrhundertunterschiedlich. Der Gedanke einer Zusammengehörigkeit alsNation war noch nicht erlernt worden, war noch nicht selbst-verständlich gemacht worden. Der Identitätsbezug der ländlichenBevölkerung ergab sich vornehmlich aus dem nahen Umfeld und

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MUSTERUNGEN

TEXTILE VOLKSKUNST DER RUTHENEN" GALIZIENS BIS

ZUM ERSTEN WELTKRIEG IM SPIEGEL VON VOLKSKUNSTFORSCHUNG UND NATIONALISMUS

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Rudolf A. Mark: Ostgalizien: Land und Leute. Ein historischer Überblick. In: Galizien.Ethnographische Erkundung bei den Bojken und Huzulen in den Karpaten. Begleit-buch zu Ausstellung 98 im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee vom 6. Junibis 2. November 1998 und im Österreichischen Museum für Volkskunde vom 18. Maibis 29. August 1999(= Kittseer Schriften zur Volkskunde. Veröffentlichungen desEthnographischen Museums Schloß Kittsee, 9). Wien 1998, S. 215-227, hier: S. 217-220.3 Auch ich werde diesen Begriff im Folgenden verwenden, da er mir der neutralste zusein scheint.

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Alexander Bonkáló: The Rusyns(= East European Monographs, CCXCIII). New York1990, S. 57-59.

Die BenützerInnen der ostslawischen Sprachen im russischen Reich wurden inWesteuropa über lange Zeit Moskowiter" genannt, wobei die Selbstbezeichnung Russkij" auch auf das Kiewer Reich rekurriert( siehe: Andreas Kappeler: KleineGeschichte der Ukraine. München 1994, S. 22). Die Diskussion darüber, wer seineNation bzw. Sprache von der Kiewer Rus ableiten kann, ist per se eine ideologisch undpolitisch bestimmte.

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