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H. Achelis, Altchristliche Kunst.
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im ganzen wird dadurch nicht berührt. Es ist ein Speisungswunderdes kallistinischen Typus, das der fähige Maler in Beziehung gesetzthat zu der Familie seiner Auftraggeber. Die Hauptperson scheint dieFrau in der Haube zu sein. In ihr werden wir die Herrin des christ-lichen Hauses wiederzuerkennen haben, der die Cappella greca gehörte.Noch in einem anderen Falle ist eine Differenzierung der siebenPersonen des Speisungswunders vollzogen, indem Porträts in das bi-blische Bild eingetragen sind. Im Arkosol der Rückwand des cubi-culum I. der ostrianischen Katakombe. Am Bogen hat unter einerGirlande eine Tischgesellschaft von sieben Personen Platz genommen;an der Rückwand des Arkosols sind sieben Brotkörbe und zwei Wein-kannen gemalt.¹ Die Unterschiede von dem kallistinischen Typus be-stehen darin, daß die sieben Personen zum Teil Frauen sind, und daßdie mittlere von ihnen, ein Mann, mit einem großen Nimbus versehenist. Es wird der Verstorbene damit bezeichnet sein.
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In engster Beziehung zur Speisung der Fünftausend steht dieHochzeit von Kana. Schon in der evangelischen Geschichte steht diewunderbare Vermehrung der Brote und Fische gleichwertig dem Wein-wunder gegenüber. Dazu hat die Liturgie die Perikopen verbunden.Beide Geschichten waren die gegebenen Texte für die Feier der christ-lichen Familien, die an ihren Grabstätten das Totenmahl zum Anden-ken an ihre Verstorbenen begingen. Sie wußten sich in der Eucharistieals Tischgenossen ihres Herrn und fühlten sich von ihm gespeist undgetränkt. Die alten Wundergeschichten vergegenwärtigten ihnen denHerrn in seiner Fürsorge für die Seinen.
Auch die künstlerische Darstellung der beiden Wunder läuft parallel.In einem Arkosolbild von Petrus- Marcellinus² wird die Hochzeitsgesell-schaft von Kana durch sieben Personen vorgestellt, die am Sigma 7gelagert sind; vor ihnen steht auf dem mit Grün bestreuten Bodenein dreifüßiger Tisch mit Speisen. Die Beziehung auf die johanneischePerikope wird dadurch sichergestellt, daß rechts von dem Sigma diesechs Wasserkrüge aufgestellt sind, deren Wasser in Wein verwandeltwurde. Christus steht daneben und ist im Begriff, das Wunder zu
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vollziehen, indem er mit dem ausgereckten Stabe die Krüge berührt Panterrdemselben Zauberstabe, mit dem er auf dem bekannteren Bilde desLazarus das Auferweckungswunder vollführt. Auf der linken Seitedes Sigmas steht ihm als Gegenwert ein Tafeldiener gegenüber mit
1 Abbildung bei Bosio 447= Aringhi II 185= Bottari III 141,Roller II pl. 54, 2. 4. Ein Detail bei Wilpert S. 305 Fig. 26.Taf. III.
II tav. 60, 2 Roller II pl. 54, 2.4.
2 Wilpert Taf. 57,
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Garrucci
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