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Die gelehrten Sklavinnen des Islams und ihre byzantinischen Vorbilder
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Die gelehrten Sklavinnen des Islams und ihre byzantinischen Vorbilder 365

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Heuschrecke¹) sondern auch die Fragen nach den nach ihrer Dauergeordneten Freuden. Diese lauten hier so: ,, Was ist das Vergnügen einerStunde, was die Freude dreier Tage, was die einer Woche und was dieeines Monats?", und die Antworten sind: ,, Das Vergnügen einer Stundeist das Beschlafen der Gattin, die Freude eines Tages ist der( Handels-)Gewinn, die dreier Tage sind die Verrichtungen des Bades, die einerWoche hat der Neuvermählte in den ersten sieben Tagen, die eines Monatshat, wer von einer Reise heimkehrt." Wie man sieht, haben wir recht ge-tan, die Freude eines Tages, obwohl das Capitulo nur die Antwort derDonsella bringt, die Frage danach aber ausgelassen hat, in die Kette derder Sklavin von Tausendundeiner Nacht gestellten und von ihr beantwor-teten Fragen an der ihr reihenmäßig gebührenden Stelle einzuschieben.

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Angesichts der zahlreichen Übereinstimmungen, die zwischen Teodor,Tudur und Tawaddud auch sonst bestehen, ist es schade, daß der ägyp-tisch- spanischen Sklavin keine Gelegenheit geboten wird, ihr Wissen auchbei den erwähnten Prognostiken für das Jahr nach dem Wochentageseines Beginns darzutun. Die Geschichte von Tawaddud wird ja zu jenenheutigen Bestandteilen von Tausendundeiner Nacht gezählt, die ihre der-zeitige Gestalt durch eine Umarbeitung in Ägypten, wo das Capitulo vonder Donsella spielt, erhalten haben, und hiebei wird auf die Tatsache ver-wiesen, daß Tawaddud bei ihrer Wiedergabe einer Fassung dieser Pro-gnostiken für die darin vorkommenden Monate nicht die arabischen, son-dern die koptischen Benennungen verwendet. Das hätte natürlich denSpanier bei seiner Bearbeitung nicht zu stören brauchen; keineswegs aberhätte er unter den Vorhersagen auch die für das mit einem Samstag be-ginnende Jahr übernehmen können, in der Tawaddud nicht nur Teuerungund Aufruhr prophezeit, sondern auch u. a. sagt: ,,... und des Weh-klagens wird viel sein bei dem Volke von Syrien und Ägypten über desSultans Tyrannei; auf der Saat wird kein Segen ruhen, und das Getreidewird verderben." 2) So, wie die Geschichte von Tawaddud, kennt auch die

1) Tudur und Tawaddud brauchen nur sieben solcher Dinge zu kennen; s. an-sonsten Knust, 516 n., Suchier, 405 und 574( die Schwierigkeiten lösen sich, wenn manmarfel anstatt marcel liest), S. Bochart, Hierozoikon, P. II, 1. IV, c. 5( Lugd. Batav.,1712, II, 474 f.), al- Abšihi, Mustaṭraf, traduit par G. Rat, 1899 f., II, 247 f., al- Qaljubi,Nawādir, übersetzt von O. Rescher, 1920, 123 f., Caylus, Contes orientaux Glossar ::: zum Glossareintrag  orientaux, 1743, II, 30 f.( dazu Chauvin, VI, 107), J. Hammer, Rosenöl, 1813, II, 312 f.

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2) Littmann, III, 709; Henning, VIII, 181: und Wehgeschrei wird sich inÄgypten und Syrien überall erheben über des Sultans Tyrannei und über den kärg-lichen Segen der Saaten und das verdorbene Korn." Hammer hat: ,, Die Einwohner vonEgypten und Syrien werden laut über unerträgliche Unterdrückung schreien"( Zinser-ling, I, 247) und: ,, Les habitants d'Égypte et de Syrie jettent les hauts cris contre uneoppression intolérable"( Trébutien, I, 127); überdies hat Hammer bei jedem Wochen-tage, also siebenmal, eine Vorhersagung über das Verhalten des Nils.