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Das Kinderspielbild von Pieter Bruegel d. Ä. (1560) : eine volkskundliche Untersuchung
Entstehung
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Boltes Sammlung von Anspielungen auf Spiele schließt verschiedeneNamen für dieses Spiel aus dem siebzehnten Jahrhundert ein:, mit Nussenoder häufflein von Nussen" 850) und mit Nussen höklen oder häuflen" 351).Ein Gedicht aus dem siebzehnten Jahrhundert beschreibt das Spiel wie folgt:Die mit den Nüssen dorten spielen,Ein grossen Hauffen bald umwielen.Einer setzt auff, der ander zielt,

Der dritt wirfft zu, der vierdt verspielt,Etlich stehn still, die andre lauffen.

Diese lachen, und jene rauffen.

Also geht es auch auff der Welt;

Einer steht auff, der ander fällt,

Einer baut auff ein Schlos, ein Stadt,

Der ander denckt, wie er jhr schadt 352).

Ein Ausdruck dafür aus dem achtzehnten Jahrhundert ist Nüssespiel" 353).

Böhme 354) bespricht dieses Spiel unter Nuszspiel: Höckeln oder Knip-sen, Häufeln, Schlößchen"; Rochholz 355) hat" Schlößlein"; Cock und Teir-linck 356) ,, Naar den torre( toren) werpen"; Gomme 357) Castles" und Paip"( was mit Kirschkernen gespielt wird).

43.

Vor dem großen Gebäude treiben zwei Knaben Turnübungen auf demReck, hier anscheinend an einem festen und gut konstruierten Gestell, daszum Anbinden der Pferde dient. Einer hängt an den Armen und Beinenvon dem Gestell herab. Eine große Tasche, die er vermittels eines Riemensüber seine Schulter trägt, baumelt fast bis auf den Boden 358). Der andereJunge macht auf dem Reck, was Jahn einen Felgaufschwung" 359) nennt.

44.

Unter der Tür balanciert ein Mädchen einen Besen mit einem langenStiel auf einem oder zwei Fingern ihrer rechten Hand.

45.

Eine Anzahl von Kindern sitzen auf der Treppe der Veranda vor demHause. Sie sehen gespannt zu, wie ein Mädchen einen ziemlich großenJungen auf ihrem Rücken trägt. Dies muß eine gewisse Phase einer Formvon Hide and Seek" 360)( Verstecken) oder Verstoppertje" 361), wie dieHolländer es nennen, sein. Durch Abzählen irgendeiner Art kommt ein Kind., daran"; dieses Kind steht einer Mauer gegenüber( von nun an das Mal)und bedeckt die Augen mit den Händen oder dem Unterarm; die anderenverstecken sich, während derjenige, der, daran" ist, einen Reim vorsagt unddann die anderen zu suchen beginnt; sobald er jemand findet, entsteht einWettrennen zwischen dem Entdeckten und dem Entdecker nach dem Malund wer zuerst ankommt, gewinnt das Spiel.( Wenn der Entdeckte gewinnt,ist er, frei"; wenn nicht, ist er entdeckt".) Wenn alle die Versteckten ent-deckt worden sind( oder frei" eingekommen sind) ist das Spiel vorüber.So lautet Cock und Teirlincks 362) Erklärung von der einfachsten Form desSpieles. Es gibt zahlreiche Abarten, und mehr als hundertfünfzig hollän-

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