Wiener„ Volksfrömmigkeit"
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zu der Feststellung, daß„ der Glaube ein wichtiger Teil des eigenen Lebens"sei. Bei Personen über 50 Jahren findet sie sich etwa doppelt so oft wie beiMenschen unter 30. Ebenfalls jede/ r Vierte meinte, daß einem der Glaube,, schon über viele Hürden des Lebens hinweggeholfen" habe. Zehn bis 15Prozent vertraten eine extreme Diesseits- und Gegenwartsorientierung:„ Ich lebe hier und heute und kann daher nicht an Gott glauben".?
Hugo Bogensberger, Institut für kirchliche Sozialforschung( IKS), hat1988 die Situation von Glaube und Kirche in Wien( W) erhoben und mitder Analyse anderer österreichischer Bundesländer( Ö) verglichen.
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Die Mehrheit der Wiener/ innen glaubt an Gott und miẞt diesemGlauben Bedeutung für ein glückliches und sinnvolles Leben bei.( 59% W/ 78% Ö)
Getaufter Christ zu sein, ist für das Lebensprogramm ein mehr-heitliches Leitbild.( 63% W/ 78% Ö)
Die Vorstellung, daß Gott das Leben der Menschen leitet, ist beietwa der Hälfte gegeben.( 46% W/ 58% Ö)
Die praktische Lebenswirksamkeit des Glaubens wird aber be-trächtlich geringer eingeschätzt. Sie reicht von der Förderung desVertrauens und Hilfe bei der Überwindung von Ehekrisen( 38%bzw. 35% W/ 60% bzw. 56% Ö) bis zur Hilfe im Beruf( 17% W/29% Ö). Somit ist ein für den Menschen wichtiger Lebensbereichvon der Religion kaum berührt.
Der Glaube der Christen ist ein Auferstehungsglaube. Nur einFünftel der Wiener/ innen glaubt aber an ein Fortleben nach demTod mit Leib und Seele.( 21% W/ 32% Ö)
Die meisten Wiener/ innen sind der Meinung, daß man auch ohneKirche religiös sein kann.( 74% W/ 51% Ö)
- Nur jede/ r Dritte ist der Meinung, daß die Kirche im Leben eineHilfe ist( 33% W/ 44% Ö)
Die überwiegende Mehrheit ist der Meinung, daß man auch ohneBesuch der Sonntagsmesse ein guter Christ sein kann.( 81% W/76% Ö)
- 18% der in Wien und 31% der in Österreich Befragten gaben an,täglich zu beten.
2 Evangelischer Pressedienst für Österreich, Nr. 26 vom 3. April 1989.