PAUL RACHBAUER, BREGENZ
Zum Stand der Volksfrömmigkeitsforschung in Vorarlberg.Forschungs- und Ausstellungsprojekte
Die Ausgangslage zur Erforschung der Volksfrömmigkeit und ihrer Sach-güter in Vorarlberg, einem mehrheitlich katholischen Land, ist eine be-scheidene, was die thematische Breite und den Umfang der Arbeiten hiezuanbelangt.
Die religiöse Volkskunst in musealer Verwahrung ist anlaßgebundenund verpflichtungsgemäß verstreut bearbeitet worden. Hier sind Verbes-serungen aus personellen Gründen nur allmählich zu erwarten, und zwarim Wege der Erarbeitung von Führern durch Museen und Sammlungen.Bestandskataloge derselben werden noch länger auf sich warten lassenmüssen. Der Bereich der gemalten Votivbilder aus Vorarlberger Gna-denstätten ist von Klaus Beitl inventarisiert und bearbeitet worden.¹
Der Bereich Wallfahrt selbst erfreut sich kleinerer Arbeiten zu einzelnenGnadenstätten, einen ersten Überblick zum Gesamtbestand schuf ArminMüller 1948 in seiner Innsbrucker Dissertation mit dem Titel„, Wallfahr-ten in Vorarlberg mit Weihe- und Votivgaben- volkskundliche und ge-schichtliche Betrachtung der bedeutenderen Wallfahrtsorte des Landes"auf 224 Seiten.²
Der Band ,, Tirol und Vorarlberg" von Gustav Gugitz'„ Österreichs Gna-denstätten in Kult und Brauch" erschien 1956.3 Sein topographischesHandbuch, das auf diesem Fachgebiet noch heute große Bewunderung ver-dient, basiert teilweise auf Umfragen, aber auch auf unermüdlichem Fleißin der Begehung von Gnadenstätten und der Erhebung der Literatur dazu,sowie der Erschließung von Bildquellen und anderer Dokumente. Die aller-orten gestellten elf Fragen erbrachten demnach nebst weiterführenderLiteratur
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Angaben zu:
Stellvertretend sei hier das ,, Inventar der gemalten Votivbilder aus Vorarlberger Gna-denstätten", aufgenommen von Klaus Beitl, 1966/67, Typoskript im VorarlbergerLandesmuseum, genannt.
2 Bislang ungedruckt.
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Verlag Brüder Hollinek, Wien.