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Als die Welt nach Wien und Soja nach Europa kam : 27.06.2023 - 08.10.2023
Entstehung
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Als die WELT nach WIENund SOJA nach EUROPA kam

Anlässlich 150 Jahre Wiener Weltausstel-lung finden heuer in der ganzen StadtAusstellungen unter dem Motto, Visionund Aufbruch" statt. Auch die Sammlungendes Volkskundemuseum Wien enthaltenVerweise zu Weltausstellungen und zeugenvon dem Interesse des Museums an denverschiedenen Großereignissen. Vorallem aber gibt es enge Verflechtungenzwischen der Weltausstellung Wien, demGartenpalais Schönborn, der FamilieHaberlandt und der Soja- Bohne, die unszu dieser kleinen Schau in der Passagemotivieren. Gemeinsam mit der OnlineAusstellung MuSOJAM- Soja im Museumund einer eigenen Audio- Tour, dem Hör-gang" durch die Dauerausstellung zu Soja,bildet die Ausstellung unseren Beitrag zumJubiläum der Wiener Weltausstellung.

Die Weltausstellung 1873 in Wien warnicht die erste Ausstellung dieses Formats.Bereits zuvor fanden vier ,, Weltausstellun-gen" statt: London( 1851, 1862) und Paris( 1855, 1867) hatten sich als Veranstaltungs-orte abgewechselt. Als Leistungsschauender unterschiedlichen Länder dienten dieWelausstellungen neben der Präsentati-on von als traditionell kategorisierten undals national besonders wertvoll erachtetenProdukten vor allem dazu, technische undwissenschaftliche Innovationen vorzustel-len. Beispiele dafür sind das Sicherheits-zündholz( 1855), die Nähmaschine( 1862),das Telefon( 1876), der Kühlschrank( 1878),der Lippenstift( 1883), der Reißverschluss,der elektrische Stuhl( beide 1893) sowie derTonfilm( 1926).

Neben den technischen und kultur-historischen Erfindungen sind bis heuteBauwerke prägend, die im Zuge der Weltaus-stellungen entstanden: der Eiffelturm in Paris( 1889), das Atomium in Brüssel( 1958) unddie Space Needle in Seattle( 1962) sind dieberühmtesten Zeugen. Der riesige, für die ers-te Weltausstellung in London( 1851) gebaute Crystal Palace" wurde nach dem Ende derAusstellung weiterverwendet, ist aber 1936abgebrannt. Für die in Wien ausgerichteteWeltausstellung wurde ebenfalls ein Pracht-bau errichtet die sogenannte Rotunde, zuihrer Zeit der größte Kuppelbau der Welt.Auch sie ging 1937 in Flammen auf.

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Die Passagenausstellung beginntbeim Eingangstor auf der Gartenseite mitder Vitrine zur Weltausstellung in Wien 1873.Die mittlere Vitrine beschäftigt sich mit denWeltausstellungen von Paris 1878 und 1900und ihren Zusammenhängen mit dem Volks-kundemuseum. Die letzte Vitrine, auf derStraßenseite, widmet sich der Weltausstel-lung in Mailand 1906 und Rom als Neben-schauplatz der Weltausstellung in Turin 1911sowie der Expo 1995, die in Österreich undUngarn geplant war, aber nicht stattgefun-den hat. Für die Expo 1995 waren die dama-ligen Museumsverantwortlichen in denVorbereitungs- und Ausrichtungsprozesseingebunden.