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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
Entstehung
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WIRTSHAUSLEBEN.

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nur einen Hausfluch" verstatten, da sie sonst ihr Gesindenicht regieren könnten ¹).

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Der Geistlichkeit machte dies Laster grosse Sorge.Am Aschermittwoch 1505 begann Geiler von Kaisersberg imMünster von Strassburg seine Predigten von den 25 sündendes Munds" oder den ,, Blatern an dem Mund", wo er nebenPrassen, Schlemmen, Schwören, Lügen, Schelten, Schmeicheln etc.auch vom ,, Gotsslestern" des weiteren spricht und meint: ,, Wenndu hörst, das einer gott lestert von seiner scheiteln an bis andie versen vss Gotss aug, Gotss hertz, Gotss nass vnnd alleglider durchauss nent. So gan dir die har ze berg, das istein zeichen, daz der tüffel auss dem menschen redt 2). 1525schrieb Erasmus sein Büchlein ,, Lingua sive de linguae usuatque abusu liber utilissimus", das Johann Herold in Basel1544 unter dem Titel, Von der Zung" verdeutschte 3). Dieserteilte es in Kapitel ein und überschrieb das 18.( S. 79 ff.),, Vonn Gottlestern, fluchen, schweren.." Weniger klar dis-poniert und elegant in der Form wie die feinen Auseinander-setzungen des Roterdamers ist der ziemlich langweilige Traktatvon M. Caspar Brummylleus, der 3 Jahre nach Musculuserschien: ,, Von dem Erschrockenlichen, Grausamen, Vn-billichen, Vnchristlichen, schädlichen, Vnnötigen, Gottlosen,Gefährlichen vnd Verdamlichen laster dem Gottlestern", 1560in Strassburg zusammen mit einer ,, Busspredigt" heraus-gegeben 4).

1) Hieronymi Wolfii in Ciceronis Officia Commentarii,( Basil. 1584)p. 378: Das Fluchen sei mitunter notwendig. Adeo, ut in Saxoniaquadam ditione, interdictis execrationibus agricolae se Familiam sinediris regere non posse conquesti, praetorem oraverunt, ut saltem do-mesticam aliquam( sic enim loquuntur) imprecationem sibi con-cederet. Qui rogati quam vellent? Pestem inquiunt, quae blasphemiacaret. Tum ille: Si ita vultis, inquit, atque necesse est, habetote uobisetiam morbum Gallicum, ancipiti responso petitione illorum et derisaet approbata".

2) Ausgabe von 1518. Strassburg( Gryninger) XIX 2b.

3) Berl. Kgl. Bibl. Cs 6671.

4) Bei Messerschmidt 8°. Kgl. Bibl. in Berlin( an) Xc 13, 872 a.