Druckschrift 
Kurzgefasstes Lehrbuch der Gabelsbergerschen Stenographie (Redezeichenkunst). Preisschrift. bearb. von ---. 136. Aufl. Verb. der 93. Aufl. (usw.)
Entstehung
München [um 1903]
Seite
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Bezeichnung in dieser Schrift nur ausnahmsweise stattfindet,durch die aus der Beschaffenheit ihres Lautes hervorgehendeneigentümlichen Merkmale sinnbildlich in den Konsonantenselbst dargestellt werden, wodurch die dem Vokale oben ange-wiesene Stellung gerechtfertigt erscheint.

Steht der Vokal als Inlaut, dann wird er sinnbildlich( symbolisch) ausgedrückt.

Buchstäblich wird er in der Regel nur am Anfange( als Anlaut) oder am Ende( als Auslaut) eines Wortes be-zeichnet( Akt, da).

In ,, klag" ist, kl' Anlaut ,, a' In laut und, g Auslaut.In der Konsonantenverbindung( Konsonanz) kl"ist, k' Vorlaut ,, l' Nachlaut.

...

Anm. Die Anleitung zur sinnbildlichen Darstellung der Vokale inden Konsonanten folgt später.

§ 6. Konsonanten.

Da die Konsonanten nicht sinnbildlich bezeichnet werdenkönnen, so ist die Begründung ihrer Schriftzeichen und derNachweis der Ähnlichkeit derselben mit dem Laute nicht vonsolchem Belang wie bei den Vokalen und kann daher hier füglichumgangen werden. Der Augenschein zeigt, dass solche Zeichenhierfür gewählt sind, welche in eine flüssige Verbindung mit-einander treten können, was in der so konsonantenreichendeutschen Sprache, in welcher Silben von fünf, sechs undmehr Konsonanten keine Seltenheit sind, von grossem Werte ist.

bt, Il, fj, gr, jt, fr, ka, l, m, n, f((, uz,

σ

Dazu noch: myr, ff J. ff. ft. ft, 4 l,# 16

· ཀ་

§ 7. Sigel.

Sigel( sigilla sigla Kürzungen) sind feststehende Kür-zungen oder besondere Bezeichnungen von Wörtern oder Silben.Wenn mehrere Sigel unter sich zusammentreten, so ent-stehen zusammengesetzte Sigel.