Druckschrift 
Viktor Geramb : 1884 - 1958 ; Leben und Werk
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 
  

als Völkerkundler auch außereuropäische Themen publiziert, so fokussiert er sich,seine Interessensgebiete( Wirtschaft, Siedlung, Haus mit Hausgerät und Handwerk,Volkskunst und gesellschaftliche Grundlagen) wahrnehmend, ab Mitte der 1930erJahre v. a. auf Deutschland und Österreich.- Der Verein für Volkskunde tritt 1938dem Verband deutscher Vereine für Volkskunde" bei und Arthur Haberlandtbegrüßt den Anschluss. Aus dem Völkerkundler ist ein für sich und das MuseumVorteile erhoffender Mitläufer der Vereinsführer" geworden. Ausgestattet miteinem Lehrauftrag( seit 01.01.1938) kommt Haberlandt, der während des Kriegesals auẞerplanmäßiger Professor an der Universität Wien lehrt, mit dem AmtRosenberg" in Berührung und ist, sofern er nicht als Offizier der Reserve imKriegsdienst steht, im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg" aktiv. Haberlandt,der durch persönlichen Einsatz einen Großteil der Museumssammlung vor derZerstörung retten kann, wird nach dem Kriegsende seiner Ämter enthoben undpensioniert. Zumindest ein Rückkehrversuch zur Museumsleitung 1948 scheitert,da am Museum seit 01.02.1946 Leopold Schmidt tätig ist. Haberlandt, der mit dem Taschenwörterbuch der Volkskunde Österreichs eine letzte Summe schafft, stirbtam 28.05.1964 in Wien.- Vgl. zu diesen Ausführungen Bockhorn O., Von Ritualen,bes. 507ff.; Bockhorn O. ,,, Mit all seinen völkischen Kräften deutsch", bes. 562f. Zueiner Bibliographie und einem kenntnisreichen und sehr erhellenden Nachruf aufArthur Haberlandt vgl. Schmidt L., Arthur Haberlandt.

177 Unterstreichung wie im Original- M.G. Siehe UAG, PA Viktor Geramb, Dek.-ZI.856a ex 1923/24, fol. 200-201.

178 Vgl. Eberhart H., Viktor Geramb und seine Bedeutung, 686; vgl. UAG, PA ViktorGeramb, Dek.-ZI. 789 ex 1927/28, fol. 168.

179 Vgl. Eberhart H., Die Entwicklung des Faches Volkskunde, 43.

180 Ich vermute, dass die Ansiedelung des Volkskundlichen Lehrapparates" imIndogermanischen Institut auf die Initiative Rudolf Meringers zurückgeht.

181 Vgl. Verzeichnis der Vorlesungen, WS 1933/34, Universität Graz.

182 Vgl. Verzeichnis der Vorlesungen, SS 1933, Universität Graz. Ab dem Wintersemester1933/34( die Präzisierung der Abteilungen nimmt in der Folge weiter zu) handeltes sich um die Abteilung 17. Deutsche Philologie und deutsche Volkskunde( Verzeichnis der Vorlesungen, WS 1933/34, Universität Graz).

183 Vgl. UAG, PA Viktor Geramb, Curriculum vitae" Viktor Gerambs als Beilagezu Dek.-ZI. 923 ex 1930/31 fol. 140-145; vgl. Bericht der Kommission 194 zurFakultätssitzung vom 06.03.1931, fol. 146-147, hier fol. 146 verso.

184 Hervorhebung durch Unterstreichung wie im Original

Geramb, Dek.-ZI. 789 ex 1927/28.

185 UAG, PA Viktor Geramb, Dek.-ZI. 1124 ex 1928/29.

186 Eberhart H., Nationalgedanke und Heimatpflege, 433.

187 UAG, PA Viktor Geramb, Dek.-ZI. 799 ex 1930/31.

M.G. UAG, PA Viktor

188 UAG, PA Viktor Geramb, Dek.-ZI. 923 ex 1930/31, Bericht der Kommission 194 zurFakultätssitzung vom 06.03.1931, fol. 146-147, hier fol. 146 verso.

189 Da aber die Fakultät doch damit rechnen zu müssen befürchtet, daß dasBundesministerium vermöge der Beschränkung seiner Mittel vielleicht nicht imstandesein wird, die Ernennung, wie es nötig wäre, sogleich durchzuführen, könnte alsvorläufige Regelung erwogen werden

1. Dr. Geramb zum wirklichen[,] aber unbesoldeten Extraordinarius zu ernennen;2. ihm einen etwa dreistündigen Lehrauftrag für beide Semester( statt des bisherzweistündigen für jedes Wintersemester) zu geben( UAG, PA Viktor Geramb,Dek.-ZI. 923 ex 1930/31, Bericht der Kommission 194 zur Fakultätssitzung am

GERAMB LEBEN 116