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Viktor Geramb : 1884 - 1958 ; Leben und Werk
Entstehung
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Mentor Rudolf Meringer ins Leben gerufen wurde. Von der Wiener Schu-le" rund um Vater und Sohn Haberlandt unterschied sich diese durch einestärkere Anbindung an Geschichte und Germanistik im Gegensatz zu Völ-kerkunde und Prähistorie in Wien. Gerambs Tätigkeiten im, Heimatschutzund der Volkstumspflege" sowie der angewandten Volkskunde" mit denzugehörigen bereits erwähnten Publikationen wird relativ breiter Raumgewidmet. Ebenso werden Gerambs trachtenkundliche Arbeit und seineVolksliedsammlungen mit Viktor Zack gewürdigt sowie seine Märchen-sammlung erwähnt. Gerambs Schüler wie Oskar Moser und Hans Korenkommen in ihren geräte- und möbelkundlichen Arbeiten zur Sprache so-wie Leopold Kretzenbacher mit seinen Forschungen zum Volksschauspielund zur Grenzlandforschung. Als Theoretiker, als der er sich auch und vonSchmidt, nicht unberechtigt, unterbewertet sah, findet Geramb keinerlei Er-wähnung.

Am 25. Mai 1948722 wird Viktor Geramb zum korrespondierenden Mitgliedder Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien gewählt. Ri-chard Wolfram gratuliert Geramb gleich zu Beginn seines Briefes vom 9.Juni 1948 herzlich zur Ernennung.723 Gerambs Besuch der Akademiesit-zungen in den Folgejahren fließt auch in die Korrespondenz mit RichardWolfram ein, so in einem Brief Gerambs knapp vor seiner Ernennung zumOrdinarius vom 11. Juni 1949.724 Geramb benutzt die Akademie- Sitzungenöfter, wie viele andere Akademiemitglieder auch, zu informellen Gesprä-chen. Er versucht dabei, zumindest einmal im Februar 1954, unter denWiener Kolleg( inn) en, ganz diskret, gut Wetter" für Richard WolframsRehabilitierung zu machen. Die Akademie entpuppt sich hier als wichtigeinformelle Austauschbörse für personalpolitische Absichten der diversen Lobbys".725

1954, zu seinem 70. Geburtstag, sind Geramb die Hefte eins und zwei des28. Jahrganges der von ihm gegründeten und vom Historischen Verein fürSteiermark herausgegebenen Zeitschrift Blätter für Heimatkunde" gewid-met.726 Hier finden sich Beiträge vieler Freunde und Kollegen Gerambs, wieHans Pirchegger, Walter Semetkowski, Fritz Popelka, Hanns Koren, ArthurHaberlandt, Oskar Moser etc. Viktor Geramb wird weiters zum Ehrenbür-ger der Stadt Graz erklärt.

ImAnhang seines autobiografischen Artikels von 1951 veröffentlicht Gerambselbst ein Verzeichnis der wissenschaftlichen Arbeiten" 727. Geramb weistdarin auf ca., 200 kleinere Aufsätze zur Geschichte, Heimat- und Volks-kunde sowie zur Heimatpflege und Volksbildung# 728 hin, die im Verzeichnisfehlen. Einige der 1951 noch als ungedruckt bezeichneten Arbeiten, wiedas Erinnerungsbuch Verewigte Gefährten" 729 oder die Riehl- Biografie 730,sollen in den Folgejahren noch gedruckt werden. Die Erzherzog- Johann-Biografie Ein Leben für die Anderen" 731, die Geramb 1951 noch Aus dem

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