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Der Weg als Ziel : ausgewählte Schriften zur Volkskunde (1975 - 2005) ; Festgabe zum fünfundsechzigsten Geburtstag
Entstehung
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GESCHICHTE, METHODEN, MUSEUM

Consorten, und Männer als Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag  Weiber maskirt sowohl einzeln als in ganzen Zügen herum,und treiben ihre Schwänke und Possen in ungezwungenster Weise und rosigster Laune.Unter dem schaulustigen Publikum fehlt auch das tolle Treiben nicht.

Auch werden in dieser Zeit Maskenbälle abgehalten.

Am Aschermittwoch wird der sogenannte Fischball in Gasthäusern abgehalten.In dem Wirthshaus in der Ortschaft Weyer, eine Viertelstunde von der StadtGmunden entfernt, versammelt sich ein großer Theil der männlichen Bevölkerung vonGmunden zur Fischparthie.

Diese Gesellschaft trifft man auch noch bis 12 Uhr Nachts und ist jeder glücklicheinen Fisch, sei er gesotten, gebraten, oder gebacken vor sich zu haben.

Im Monate März.

Durch Jahrhunderte hat sich in Gmunden eine Art Festigkeit erhalten, welchesich alljährlich am Mittfasten- Sonntage wiederholt, es ist der Liebstatt- Sonntag"

Burschen und Dirnen des bäuerlichen Standes, wohl auch Stadtpersönlichkeiten,welche in einem Liebesverhältniße bereits stehen, auch solche, welche ein derleiVerhältniß beginnen, gehen zum Lebzelter, um bei Meth und Kuchen die Liebe zubestätigen". Kömmt der Bursche an diesem Tage nicht, um sein Mädchen dahin zuführen, so ist das ein Zeichen der Auflösung der Verbindung. Hunderte der jungenPaare sieht man an diesem Tage im fröhlichen Muthe zum Lebzelter wallen. Daher derLiebstatt- Sonntag.

Der Liebstattsonntag ist für den Lebzelter in Gmunden bezüglich des Ertrages derbeste Tag im Jahre. Der Lebzelter verkauft an diesem Tage nicht nur Massen von Leb-kuchen, schenkt sehr viel Meth aus, sondern er hat auch an demselben das herkömm-liche, geheiligte Recht auszukochen, und auszuschenken was ihm beliebt.

Auch ist es gebräuchlich, daß an diesem Tage der Bürger- und Beamtenstand mitseinen Frauen den Lebzelter beehrt, dem aber abgesonderte Lokalitäten eingeräumt sind.Zu Ostern ist das Eyerln( Eybecken, Kreuzer in Ey schlagen und Eyscheiben)gebräuchlich.

Im Monate May.

Uralt ist die Gewohnheit, am 1. May in Dörfern, und auch in der Stadt Maybäu-me mit ländlichen Vorstellungen aufzupflanzen. Jung und Alt vergnügt sich dabei.

Im Monate Juni.

Am 24. Juni jeden Jahres kann man sich Abends auf nahen und fernen Bergenan den flackernden, sogenannten Sommerwendfeuern ergötzen.

Im Monate Dezember.

St. Nikolaus bringt den Kindern seine Gaben entweder in höchsteigener Person,oder er legt Etwas ein", während die Kinder lange nach jedem Geräusche horchen;wenn aber dann die vor das Fenster gestellte Schüssel, mit den eßbaren Beweisen

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