12) Für die freundliche Unterstützung bei allen theaterhistorischen Fragen darfich den Herren des Theatermuseums in München, an erster Stelle Herrn DirektorDr. G. Schöne, aufrichtig danken.
13) Vergl. dazu Günter Schöne, Die Entwicklung der Perspektivbühne vonSerlio bis Galli- Bibiena nach den Perspektivbüchern(= Theatergeschichtliche For-schungen Bd. 43). Leipzig 1933, S. 51 ff.
14) Als Erfinder der Kulissenbühne ist wohl Giovanni Battista Aleotti anzusehen.Er scheint eine solche das erste Mal 1606 für das Theater der Academie dei Intrepidiin Ferrara errichtet zu haben, vergl. G. Schöne, wie Anm. 13, S. 51.
15) Andrea Pozzo, Perspectivae pictorum atque architectorum..., 1. Aufl., Rom1693-1700; Deutsche Ausgabe unter dem Titel: Der Mahler und Baumeister Per-spektiv, 2 Bde., Augsburg( 1706 bzw. 1711); zu dieser letzteren vergl. Katalog Augs-burger Barock, siehe Anm. 6, S. 434.
16) Die Kulissen sind meist aus Stoff gefertigt.
17) A. Pozzo, s. Anm. 15, Bd. I, Fig. 71.
18) A. Pozzo, s. Anm. 15, Bd. II, Fig. 60 sowie ff.
19) A. Pozzo, s. Anm. 15, Bd. II, Fig. 66.
20) Vergl. dazu die Arbeiten von Nikolaus Grass und Anton Dörrer in:Nikolaus Grass( Hrsg.), Ostern in Tirol(= Schlernschriften 169). Innsbruck 1957,insbesondere S. 181 ff., 221 ff., 279 ff., sowie Alfred Karasek- Langer, BarockesWurzelwerk der Weihnachtspyramide. Beziehungen der Volkskunst zum kirchlich-höfischen Brauch des 16.- 18. Jahrhunderts, in: Volkskunde und Volkskultur. Fest-schrift für Richard Wolfram, hrsg. von Helmut Fielhauer. Wien 1968, S. 164 ff.,insbesondere S. 177 ff. Zum Castrum Doloris vergl. den gleichnamigen Artikel vonEdmund W. Braun, in: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. III, Stutt-gart 1954, Sp. 372 ff.
Als Beispiel für den oberbayerischen Raum, für den leider noch keine Zusam-menstellung existiert, sei nur auf die berühmte, ca. 12 m hohe Szene des um 1780von Furtner gemalten Hl. Grabes in Frauenchiemsee verwiesen, vergl. dazu GislindRitz, Eucharistia. Deutsche eucharistische Kunst, Katalog zur gleichnamigen Aus-stellung, München 1960, Kat.-Nr. 290.
21) Lkr. Landsberg/ Lech, Obb.; 1732-39 nach den Plänen von Johann MichaelFischer erbaut. Der Hochaltar, auf den hin der gesamte Raum theaterartig ausge-richtet ist, entstand nach Entwurf von François Cuvilliés d. A., dem Erbauer desberühmten Rokokotheaters in der Münchener Residenz. Vergl. dazu Hans JakobGebhart und Hugo Schnell, Kirchenführer von Dießen(= Kleine Kirchen-führer des Verlages Schnell und Steiner, München, Nr. 300) 11934, 21956 durch NorbertLieb; vergl. im weiteren ders., Barockkirchen zwischen Donau und Alpen. Mün-chen 1953, S. 61 ff.
22) Dießen, Kirchenführer S. 7 bzw. 12. Leider ist dieser Altar theatergeschicht-lich noch nicht bearbeitet. Die Malerei der Kulissen schreiben die beiden Kirchen-führer dem bereits oben genannten Augsburger Maler J. G. Bergmüller zu, von demdie Deckenfresken der Dießener Kirche stammen. Doch ist diese Zuschreibung nichtunbestritten. Träfe sie zu, so wäre unser obiger Hinweis auf diesen Maler und seinekünstlerische Stellung besonders angebracht.
23) Zur Wechselbeziehung von Schaubühne, Theater und Krippe vergl. RudolfBerliner, Die Weihnachtskrippe. München( 1955), Stichwort Bühne S. 237, sowieAlbert Walzer, Schwäbische Weihnachtskrippen aus der Barockzeit. Konstanz 1960,S. 18, Abb. I, und Alfred Karasek- Langer, Krippentheater und beweglicheKrippe im Sudetenraum( Jahrbuch für ostdeutsche Volkskunde VIII, 1964, S. 171 ff.).24)( Jean Baptiste Dubreuil), La Perspective pratique. Paris 1642 ff., Bd. III,Paris 1649, Kap. IV, S. Cciij ff. bzw. S. 101.
25) J. B. Dubreuil, s. Anm. 24, S. Cciiji ff.
26) Vergl. dazu Walter Röhler, Große Liebe zu kleinen Theatern. Ein Beitragzur Kulturgeschichte des Papiertheaters. Hamburg( 1963). Das eigentliche Thema desBuches sind allerdings die veritablen Papiertheater, also Szenen mit Figuren, des19. und 20. Jahrhunderts. Ihre Vorläufer im 18. Jahrhundert sind nur einleitenderwähnt.
27) Friedrich Schott, Der Augsburger Kupferstecher und Kunstverleger MartinEngelbrecht und seine Nachfolger. Ein Beitrag zur Geschichte des Augsburger Kunst-
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