Druckschrift 
Volkskunde : Fakten und Analysen ; Festgabe für Leopold Schmidt zum 60. Geburtstag
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

aengesichten te vermaken". 1396 spezialisiert: Von der Coningen ansichten te ver-maken". Das betraf eine Gruppe der hl. drei Könige, und daß es sich nicht um Bild-werke handelte, geht daraus hervor, daß sie 1399 in der Prozession zu agieren hattenund dafür eine Zuwendung erhielten. Mit einer Ausgabe des gleichen Jahres ,, itemCristofero, die[= der] Christus droech, viii pl." dürfte hier auch ein früher Umgangs-riese dokumentiert sein. Vgl. C. R. Hermanns, Bijdragen tot de Geschiedenis,Oudheden, Letteren... der Provincie Noord- Braband. s'Hertogenbosch 1844, S. 88 f.-Ein Maskenverbot zur Fasnacht erscheint, durchaus in die Reihe der bisher bekann-ten städtischen Zeugnisse( vgl. Anm. 33, S. 98) passend, erstmals 1451 für Amsterdam,als Männern und Frauen, Knechten und Mägden verboten wurde,_ ,, met verdektaengzicht" umzulaufen, wozu dann noch speziell die Maskierung als Teufel genanntist. Vgl. J. H. Gallée, Bijdrage tot de Geschiedenis der dramatische Vertooningenin de Nederlanden gedurende de Middeleeuwen. Haarlem 1873, S. 23.

37) Vgl. Josef Klapper, Schlesische Volkskunde auf kulturgeschichtlicherGrundlage. 2. Aufl., Stuttgart 1952, S. 102; Paul Sartori, Sitte und Brauch,3. Teil, Leipzig 1914, S. 128.

-

38) Zur Zusammenlegung mit der Mandatfeier im 14. Jahrhundert s. KlausBeitl, Der Brotsegnende Heiland"( Österr. Zeitschrift f. Volkskunde XIX/ 68, 1965,S. 144). Für das 15. Jahrhundert ist die Verbindung von Mandat und Fußwaschungauch für niederbayerisches und oberpfälzisches Gebiet gut bezeugt. Vgl. HansMoser, Osterei und Ostergebäck( Bayerisches Jahrbuch f. Volkskunde 1957,S. 71 ff.).

39) Vgl. De Lange van Wijngaerden, wie Anm. 22, S. 149 und 200.

40) Wie Anm. 7, S. 115; die dort für notwendig befundene Nachprüfung einesZitats konnte erfolgen, und sie ergab, daß das Privileg der Schützen zu Leiden 1351durch den Grafen Wilhelm IV. bestätigt wurde.

41) In dem 1962 von Hans Bleibrunner herausgegebenen Gemeinschafts-werk Der Bogenberg. Ein altes Heiligtum in Niederbayern" mußte die Frage nachdem Alter der Wallfahrt offengelassen werden. Nach den Indizien, die Lenz Kriss-Rettenbeck, S. 18 ff., außer der örtlichen Chronistenüberlieferung vorbringt,dürfte ihre Entwicklung zu Anfang des 15. Jahrhunderts eingesetzt haben. Ein Kurio-sum des nach Texten und Bildbeigaben durchaus rühmenswerten Bandes ist, daßdie berühmte Bogenberger Kerze der Gemeinde Holzkirchen auf S. 42 als 11 m, aufS. 122 als 13 m lang angegeben wird. Beide Maße hatten sich schon in der bisherigenHeimatliteratur abgewechselt. Nachdem Herr Dr. Günter Kapfhammer( Mün-chen) der Anregung gefolgt ist, sie noch einmal nachmessen zu lassen, steht nunihre Länge von 12,40 m fest.

M

lion 2 a

b

245