Fraglich bleibt, ob mit einem nur einmal, 1391, vorkommenden EintragSchüler der Unterstufe in Straubing und eine, sonst nur für Schlesien be-kannte Schulfeier am St. Gallus- Tag( 16. Okt.) 37) gemeint sind:„ Den le[ h] r-kinden Galli, di meinem herrn zusprachen umb hilff zu irem hoflein 24 dn."Alljährlich mit einer Spende quittiert wurde der Psalmengesang von Schülernam Heiligen Grab bei der Karfreitagsliturgie nach der ausführlichen Formulie-rung von 1392:„ In die parasceves den schulern bey unsers herrn grab zu santPeter 60 dn." bow gins lai nod nogmönnum.us is aww telot10 Regelmäßig wie diese Karfreitagsspende zur zweiten Straubinger Pfarr-kirche St. Peter erscheint innerhalb der„ Marterwoche"( so 1392) eine andere,die zum Gründonnerstag für die Abendmahlsfeier im Karmelitenkloster fälligwar:„ Item in Cena domini dem prior in das chloster zu der mandat 3 ẞ dn."Ob die Fußwaschung damit verbunden war, wird nirgends ersichtlich 38). Wei-ters ist für die Karwoche Jahr für Jahr eine Reihe von Spenden verzeichnet:den vier Bettelorden 38 dn., zweimal eigens„ den parfussen" 12 dn., Opfergeld60 dn. und wiederholt ,, armen Leuten" unterschiedliche Beträge um 24 dn. DasHofgesinde hatte„ peichtgelt" zu erwarten, in anscheinend jahrweise wechseln-der Verteilung; genannt sind der Koch und seine Gesellen mit 22 dn., zweiHoffrauen mit 12 dn., zwei Stallknechte oder„ die Knaben im Marstall" eben-falls mit jeweils 12 dn. Aus dem Rahmen der üblichen kurzen Eintragungenfällt 1391:„ An Mittwochen vor Cena Domini den armen knechten geben,das[ s] sy dest bas lebten di heiligen zeit, 6 ẞ dn.", und diese Zuwendung wurdeim nächsten Jahr auch in Abwesenheit des Herzogs, nun mit etwas anderemZusatz, gereicht:„ ,, Den armen knechten geben, dieweil mein herr bei demlande nicht gewesen ist, zu steur an irer chost, das si meins herrn gnadendestbas gewarten mochten." dog ro ob ob odberum nomme menis, degnell Der Osterfeier des Herzogs ging wieder das Bad samt Festschenkung vor-aus: ,, In vigilia Pasce meinem herrn padgelt und dem volkch di hochzeit 60 dn."zusätzlich 8 dn. den Fräulein. Die Beisteuer der Fischer zur Feiertagsküche istim Gegensatz zu den alljährlichen Weihnachtslieferungen nur 1392 verzeich-net:„ An Erihtag nach suntag Palmarum den vischern von Mammingen, dimeinem herrn visch heten braht zu der heiligen zeit, trinkchgelt 24 dn." Ihnenfolgten zwei Tage danach auch die Fischer von Deggendorf, die außerhalbder Festzeiten einmal auch einen großen Hausen geschickt und dafür 60 dn.Trinkgeld erhalten hatten. Es wurden auch noch Fische gekauft, u. a. voneinem Tausentteufl, einmal 6 Pfund Hausen, das Pfund zu 9 dn. Am österlichenFischmahl war auch das Hofgesinde beteiligt, 1390 wurden dafür ,, an Erihtagnach festum Pasce umb 200 hofschüssl in den veirtagen 42 dn." verrechnet.Nur einmal, 1393 zu Ostern, ist eine in der Herzogsburg vollzogene Speisen-weihe erwähnt:„ Einem leviten, der meinem herrn das essen uber dem tisch[ ge] weiht 1 fl."11 tim dilol naif nism now ob ni EX 109
Zu den großen kirchlichen Festen nach Ostern findet sich in diesen Quellenso gut wie nichts. Pfingsten scheint nur in Datierungen auf, so 1391 für einevordem nicht genannte Unterhaltung:„ In den Pfingstveirtagen kom mein herrgein Lanndaw, doselbn meinem herrn geben zu zwain moln chüglgelt 24 dn."Es scheint, daß er das oder ein bestimmtes Kugelspiel dort erst kennengelerntund besonderen Gefallen daran gefunden hatte, denn in der Woche danachverlangte er an drei Tagen Kugelgeld, einmal bei einem Kammerer 12 dn., dann
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