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Volkskunde : Fakten und Analysen ; Festgabe für Leopold Schmidt zum 60. Geburtstag
Entstehung
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Diese kurze Beschreibung aus dem Währinger Heimatbuch könnte, abge-sehen von einer kleinen Ungenauigkeit, was das Trinken betrifft, auch für denKirtag in Neustift am Wald gelten, denn auch dort ist der Kirtag ein Haupt-fest des Jahres, das entsprechend dem Neustifter Kirchenpatron zu St. Rochusgefeiert wird.qedentials mo

Aber lassen wir einen Neustifter zu Wort kommen, der über drei Jahr-zehnte hindurch als Altbursch des Kirtags Traditionsträger war und denBeginn des Umzuges wie folgt schildert:lus 19

,, Also der Altbursch kommt mit der Musik und den Hüterburschen. DieHüterburschen haben einen schwarzen Anzug an und ein weißes Hemd mitKrawatte. Die Kronenträger haben weiße Handschuhe an. Alle ohne Hut natür-lich, nur die zwei Hüter haben Hüte auf: Schwarze Hüte mit einem Stoßoben, das ist eine runde Feder. Und ich als Altbursch trage auch einen Hut,aber mit Blumen darauf, das ist der Unterschied. Die Musik hat ihre Tracht an.Und vorne, neben den Hütern gehen zwei kleine Buben, die tragen den Weinmit und die Gläser, womit wir leben lassen können. Wenn man leben läßt, sosagt man also: Der Herr T... und der Herr N... sollen leben, seine Frausoll leben, und wenn wir alle leben haben lassen die ganze Verwandtschaftdann kriegen sie ein Achtel Wein, einen guten, als Ehre.2

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Der Altbursch marschiert mit der Musik und den Hüterburschen zu denHütern ins Haus. Dort stellen wir uns auf und die Hüter stehen da und da läßter sie leben:mag eininns x 15mmi bobet sie do.amel nomdonne nem sivEs lebe der Herr...!( Zu nennen ist hier der Name des Hausvaters)nob Es leben die Hüter! Merbaueris, stus zid as idig alleinsbolEs leben die Hütermädel! obEs leben die Hüterburschen!Es leben die Eltern! delu asb jim sib sbalo mi neng 1stüdnisW

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und halt die ganze Verwandtschaft läßt man leben. Dann gebe ich alsAltbursch ihnen den Wein zu kosten, ein Glaserl einem jeden. Auch die Muttervon den jungen Burschen und der Vater, die trinken alle. Dann kommt dieJause. Da gibt es Gugelhupf, verschiedene Süßigkeiten, Bäckerei und Torten,Wein und Kaffee. Da kann sich jeder aussuchen was er will. Und wenn dieMusiker und die Hüterburschen getrunken und gegessen haben, dann geht esan. Da wird ein Marsch angefangen ins spielen, und man geht von Haus zuHaus: Vorne die Krone, mit ihr die Hüter, dann kommen die zwei Flaschen-buben, die haben an der Literflasche Bänder, grün, rot und blau. Das machtsich sehr schön. Und die Hüterburschen haben Blumen aufgesteckt, Dahlienoder Nelken oder sonst welche Blumen, große. Alle gleich, daß alles zusammen-paẞt. Hinter ihnen marschiert die Musik mit der großen Trommel und denTschinellen... ³)." sle od H

de Der eingangsgs erwähnte Film zeigt das Erscheinungsbild 1966, das mancheWandlung in der äußeren Aufmachung der Veranstaltergruppe und auch eineLockerung der Organisation selbst aufweist, was sich nur zum Teil aus deminzwischen eingetretenen Generationswechsel erklärt und seine Entsprechun-gen bei allen anderen Brauchübungen der Weinhüter, die eine an einebestimmte Wirtschaftsform gebundene Trägergruppe darstellen, findet.x

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