REIBTROMMELN
Hornbostel/ Sachs 23
Schnurreibtrommeln
Hornbostel/ Sachs 232.11
Dieses Lärminstrument ist im Museum mit drei Exemplaren vertreten: einesstammt aus der Bukowina, zwei weitere aus dem südlichen Niederösterreich.Das Verbreitungsgebiet dieser Trommel umfasst in Österreich neben demsüdlichen Niederösterreich auch die Oststeiermark und das Burgenland, woes unter den Namen„ Büllhefen"," Murrhefen" und Gröllhefen" bekanntist. In Verwendung stand die Schnurreibtrommel vor allem bei der männ-lichen Jugend zum Veranstalten von nächtlichem Schabernack und alsLärminstrument beim„ Nikolausumzug" im Dezember.
Die in Material und Form unterschiedlichen Typen- die niederösterreichi-schen Exponate sind Krüge aus Ton, das Beispiel aus der Bukowina ist einHolzkübel besitzen im Hinblick auf ihre instrumentale Funktion als,, Büllhefen" zwei gemeinsame Merkmale:
a
b
Die Krug- bzw. Kübelöffnung dient alsSchalltrichter.
Der Krug- bzw. Kübelboden wird von einemLederstück, das als Membran dient, ersetzt.Die Schwingungen des Leders werden durchdas Reiben oder Durchziehen einer starkenSchnur oder eines runden Holzstabes er-zeugt und durch den Hohlraum des Ge-fäßes akustisch verstärkt.
250
Schnurreibtrommel/ ,, Brummtopf"
Bukowina.
Kübel aus geraden Holzdauben( Lärche), mit drei Eisen-bändern gebunden. Boden entfernt, Öffnung mit Lederüberzogen. Leder durch oberstes Eisenband gespannt.In der Mitte Loch für Schnur oder Stab. Weiße Stempelschriftam Holz: ,, INTERNAT".
Höhe
495 mm
Durchmesser obenDurchmesser unten
315 mm
395 mm
Sammlung Kochonowska.
ÖMV 23.799
250
Trommeln
MEMBRANOPHONE
179