,, Roller" des Imster Schellenlaufes.
Foto: ÖMV.
Gefäßrasseln
Hornbostel/ Sachs 112.13
Gefäßrasseln gibt es aus verschiedenen Materialien und in unterschied-lichen Formen. Gemeinsam ist ihnen ein Hohlraum mit einem odermehreren eingeschlossenen Rasselkörpern. In dieser Sammlung finden sicham häufigsten Rollschellen, die aus Metall geformt sind. Diese werdengesondert behandelt. Alle weiteren Gefäßrasseln unterscheiden sich zwarin Material und Form, sind jedoch ihrer Funktion entsprechend ausnahms-los dem Kinderspielzeug zuzuordnen. Sie werden in einer zweiten Gruppezusammengefasst.
Rollschellen
Bei den im Museum vorhandenen Rollschellen unter-scheidet man nach ihrer Herstellungsart zwischen ge-schmiedeten, gegossenen und getöpferten ,, Rasseln".Ihre Form ist meist kugelrund, manchmal an denScheitelpunkten abgeflacht. Diese kugelförmigeGestalt wird durch zwei Schalen gebildet, derenRänder entsprechend dem verwendeten Materialgelötet, gefalzt oder gebrannt sein können. Lötnaht,Gussnaht bzw. Falzrand bilden eine ringförmigeErhöhung um die Korpusmitte. In der oberen undder unteren Schale befinden sich je zwei Schalllöcher.Die Schalllöcher in der unteren Schale sind durcheinen Schlitz miteinander verbunden. Eine Ausnahmebilden die kleinen Zierschellen, die als Schmuck amPferdezaumzeug aufgenäht sind: Sie haben nur zweidurch einen Spalt verbundene Schalllöcher. Als Auf-hängevorrichtung dient allen Rollschellen entwederein Zapfen mit Öse oder ein Drahtring. Die geschmie-deten Schellen sind schmucklos, die gegossenen undtönernen sind teilweise mit Relief-, Ritz- und Rillen-mustern verziert.
IDIOPHONE
Rasseln