Druckschrift 
1 (2004) Musikinstrumente : Katalog der Sammlung der Musikinstrumente des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien. 1 / Idiophone und Membranophone / Walter Deutsch und Maria Walcher. In Zsarb. mit dem Inst. für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie - Wien und dem Österreichischen Volksliedwerk. Unter Mitarb. von Gerlinde Haid ... Mit Beitr. von Franz Grieshofer ...
Entstehung
Seite
87
Einzelbild herunterladen
 

Gegossene Klöppelglocken

Typus A

Der Bestand an gegossenen Klöppelglocken umfasst 29 Vieh- und Haus-glocken. Auch hier wurde die Einteilung und Benennung nach dem äußerenErscheinungsbild vorgenommen. Als typenbestimmendes Merkmal wurdeder Formguss der Haube und des Mantels berücksichtigt. Das vorliegendeMaterial kann im Wesentlichen nach zwei Grundformen unterschiedenwerden:

Als formales Vorbild dieses Typus dient die Kirchenglocke.Der Zapfen" als Aufhängevorrichtung ist hier zwar prinzipiellgleich geformt, variiert aber in Größe und Stärke. Die ,, Haube"ist in den meisten Fällen leicht abgerundet bis gewölbt, und die,, Flanken" des Mantels" sind zum Schlagring" hin nach außengeschwungen. Durch den unterschiedlichen Wölbungsgrad desMantels wird die Grundgestalt dieses Glockentypus vielfältigabgewandelt. Die Öffnung ist immer kreisrund.

Typus B

Unter diesem Typus sind jene Glockenformen zusammengefasst,die in der Fachliteratur unterschiedlich bezeichnet werden:Becherform, Zuckerhut- Glocke, Röhrenform usw. Wesentliche Merk-male für die Abgrenzung vom Typus A sind der kegelstumpfartigeUmriss, die meist flach geformte Haube sowie der gerade Verlaufder Flanken, die nur in Ausnahmefällen zur Öffnung hin leichtgeschwungen sind. Die Öffnung selbst ist oval bis kreisrund geformt.

Die Bestandteile der gegossenen Klöppelglocke:

Zapfen

Haube

Bild: Glockentürmchen mit einer

gegossenen Klöppelglocke.

Foto: ÖMV.

Eisendrahtring

Flanke

Schlagring-

Klöppelkopf

87

88

IDIOPHONE

Glocken