Gegossene Klöppelglocken
Typus A
Der Bestand an gegossenen Klöppelglocken umfasst 29 Vieh- und Haus-glocken. Auch hier wurde die Einteilung und Benennung nach dem äußerenErscheinungsbild vorgenommen. Als typenbestimmendes Merkmal wurdeder Formguss der Haube und des Mantels berücksichtigt. Das vorliegendeMaterial kann im Wesentlichen nach zwei Grundformen unterschiedenwerden:
Als formales Vorbild dieses Typus dient die Kirchenglocke.Der„ Zapfen" als Aufhängevorrichtung ist hier zwar prinzipiellgleich geformt, variiert aber in Größe und Stärke. Die ,, Haube"ist in den meisten Fällen leicht abgerundet bis gewölbt, und die,, Flanken" des„ Mantels" sind zum„ Schlagring" hin nach außengeschwungen. Durch den unterschiedlichen Wölbungsgrad desMantels wird die Grundgestalt dieses Glockentypus vielfältigabgewandelt. Die Öffnung ist immer kreisrund.
Typus B
Unter diesem Typus sind jene Glockenformen zusammengefasst,die in der Fachliteratur unterschiedlich bezeichnet werden:Becherform, Zuckerhut- Glocke, Röhrenform usw. Wesentliche Merk-male für die Abgrenzung vom Typus A sind der kegelstumpfartigeUmriss, die meist flach geformte Haube sowie der gerade Verlaufder Flanken, die nur in Ausnahmefällen zur Öffnung hin leichtgeschwungen sind. Die Öffnung selbst ist oval bis kreisrund geformt.
Die Bestandteile der gegossenen Klöppelglocke:
Zapfen
Haube
Bild: Glockentürmchen mit einer
gegossenen Klöppelglocke.
Foto: ÖMV.
Eisendrahtring
Flanke
Schlagring-
Klöppelkopf
87
88
IDIOPHONE
Glocken