Druckschrift 
1 (2004) Musikinstrumente : Katalog der Sammlung der Musikinstrumente des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien. 1 / Idiophone und Membranophone / Walter Deutsch und Maria Walcher. In Zsarb. mit dem Inst. für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie - Wien und dem Österreichischen Volksliedwerk. Unter Mitarb. von Gerlinde Haid ... Mit Beitr. von Franz Grieshofer ...
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 
  

Öffentlichkeit präsentiert wurden. Dass bestimmte Gegenstände nicht für Kriegs-zwecke verwendet wurden, begründet der Vorstand der Kunstabteilung derpatriotischen Kriegsmetallsammlung" in der Einleitung zum Katalog der Ausstel-lung folgendermaßen: ,, In der Erkenntnis, daß sich das Kulturleben eines Volkessowohl in seinen Schöpfungen der Kunst und des Kunstgewerbes, als auch in denArbeiten des Handwerks- somit selbst in den unscheinbarsten Hausgeräten undden einfachsten Gegenständen für das alltägliche Leben- äußert, hat die Kriegsver-waltung Vorsorge getroffen, daß Gegenstände von Kunst- und volkskundlichemWert nach Tunlichkeit vor der Zerstörung bewahrt werden." 11

Dieser speziellen Gruppe von Musikinstrumenten, die in der ständigen Ausstellungim Hauptgebäude des ehemaligen Gartenpalais' Schönborn nicht dauernd gezeigtwerden konnte, galt 1968 eine eigene Ausstellung des Museums. 12 Ein Teil davon istseit 1974, dem Jahr der Eröffnung des im Wesentlichen aus Beständen des Öster-reichischen Museums für Volkskunde ausgestatteten und im Verbund mit diesemarbeitenden Ethnographischen Museum Schloss Kittsee( Burgenland), ständig zubesichtigen. Auch die anderen aus österreichischen Nachbarländern stammendenSammlungen des Museums enthalten Musikinstrumente, wenn auch in geringerZahl und lediglich in Proben. 13 Hinzuzufügen ist, dass dem Österreichischen Museumfür Volkskunde in Wien nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl aus dem Bestand derehemaligen Ethnographischen Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wienwie auch des Museums für Völkerkunde in Wien Objekte aus europäischen Land-schaften als Dauerleihgabe übergeben worden sind und diese demnach auch imvorliegenden Katalog ausgewiesen werden.

Die verhältnismäßig dichte Sammlung volkstümlicher Musikinstrumente aus demGebiet des heutigen Österreich und seiner nächsten Nachbarschaft ist unter anderemauf Anregungen der Volkslied- und Volksmusikforschung und insbesondere einigerPersönlichkeiten des Deutschen Volksgesangsvereins in Wien zurückzuführen. Hier-für sind namentlich Josef Pommer, Karl Magnus Klier und Georg Kotek anzuführen.Besonders die von Karl Magnus Klier speziell gepflegte Bildquellenkunde führte zumErwerb manch älterer Grafik. Auch konnte der umfangreiche Nachlass der von Klierzusammengetragenen fotografischen Bildzeugnisse zur instrumentalen Volksmusikals fester Bestand der Fotothek des Museums übernommen werden. Die Sammel-bestrebungen des Museums während der Direktion von Leopold Schmidt warenabgesehen von der Erwerbung von Volksmusikdarstellungen in der Volkskunst durchdie betonte Einbeziehung von Werken der Persönlichkeitskunst gekennzeichnet.Man schenkte also nicht nur Bezeugungen von Instrumenten, Musikanten und

14

Vorwort

13