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1 (2004) Musikinstrumente : Katalog der Sammlung der Musikinstrumente des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien. 1 / Idiophone und Membranophone / Walter Deutsch und Maria Walcher. In Zsarb. mit dem Inst. für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie - Wien und dem Österreichischen Volksliedwerk. Unter Mitarb. von Gerlinde Haid ... Mit Beitr. von Franz Grieshofer ...
Entstehung
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bare Menge von Bildzeugnissen an die Seite zu stellen wäre. Die sehr aufwendigenund zeitraubenden Maßnahmen des Umbaus und der Generalsanierung des Öster-reichischen Museums für Volkskunde in Wien samt einer umfassenden Restrukturie-rung von dessen Innenorganisation in den 1980er und frühen 1990er Jahren habennicht nur zu einer bedauerlichen Verzögerung der Katalogpublikation geführt, sondernauch eine einstweilige praktische Beschränkung auf die systematische Bearbeitungund Veröffentlichung der Gattungen der Idiophone und Membranophone empfeh-lenswert erscheinen lassen. Der zeitliche Verzug der Veröffentlichung bot denwissenschaftlichen Bearbeitern des Katalogs, Walter Deutsch und Maria Walcher,die ursprünglich freilich nicht beabsichtigte- Möglichkeit, in Anknüpfung andas gleichzeitig bekannt gemachte Informationssystem für Volksliedarchive inÖsterreich( INFOLK) 6, die von ihnen vorgeschlagene Typologie der Idiophone vorabdarzulegen und diskutieren zu lassen.?

Die Musikinstrumente der organologischen Gattungen der Idiophone- mit welcherSammelbezeichnung alle Selbstklinger", d. h. Musikinstrumente, die als Ganzes denTon hervorbringen, benannt werden- und der Membranophone, bei denen eineüber einen Resonanzkörper gespannte Membran( z. B. Fell) in Schwingung versetztwird, sind in der Sammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wienmit einem Anteil von etwa einem Drittel der erwähnten 900 Musikinstrumente ver-treten. Das Vorherrschen von Viehglocken liegt in der landschaftlichen und geschicht-lichen Bedeutung der Weidewirtschaft und des Hirtenwesens im sammlerischen Ein-zugsgebiet wie auch in den historisch bedingten Erwerbungsinteressen und-strategiendes Österreichischen Museums für Volkskunde begründet.

Die verhältnismäßig stattliche Sammlung von Musikinstrumenten, über die das Museumverfügt und die in einer systematischen Aufstellung lange Zeit einen Bestandteilseiner ständigen Schausammlung darstellte, entstand seit der Museumsgründung imJahr 1895 im Wesentlichen zusammen mit der Erwerbung von Kollektionen andererVolkskunstgegenstände aus allen Ländern der cisleithanischen Reichshälfte derÖsterreichisch- ungarischen Monarchie. Michael Haberlandt, der Hauptbegründer desMuseums, legte dabei zwar besonders großen Wert auf die künstlerische Ausgestaltungder Objekte, erwarb jedoch bereits auch früh Geräte der Lärm- und Geräuscherzeu-gung, Signalgeräte und Objekte der Tiermusik. Mit der Ausweitung der Sammlungdurch die Einbeziehung der im Ersten Weltkrieg besetzten Gebiete der Balkanhalb-insel kamen auch südslawische Instrumente in das Museum. 10 Ein nicht unwesentlicherTeil wurde über die Patriotische Kriegsmetallsammlung" eingebracht, derenBestände 1915/16 mit einer eigenen Ausstellung des k.u.k. Kriegsministeriums der