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1 (2004) Musikinstrumente : Katalog der Sammlung der Musikinstrumente des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien. 1 / Idiophone und Membranophone / Walter Deutsch und Maria Walcher. In Zsarb. mit dem Inst. für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie - Wien und dem Österreichischen Volksliedwerk. Unter Mitarb. von Gerlinde Haid ... Mit Beitr. von Franz Grieshofer ...
Entstehung
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Vorwort

Der Anstoß zur Bearbeitung und Edition des beschreibenden Bestandskatalogs derMusikinstrumente ging von der seinerzeitigen Erwerbung und Sonderausstellungder Kollektion aus dem Nachlass des Wiener Volksmusiksammlers Prof. Dr. Georg Kotek( 1889-1977) aus. Die Vorbereitungen zu dieser Ausstellung und die Bearbeitungdes Katalogs hatten eine Gruppe von Volkskundlern des Museumsfaches und derEthnomusikologie zusammengeführt, in deren Kreis alsbald der Plan zur Erstellungeines Gesamtkataloges der sich im Fundus des Österreichischen Museums für Volks-kunde in Wien befindlichen Musikinstrumente entstand. Die Arbeitsgruppe, die sichad hoc aus Mitarbeitern des Instituts für Volksmusikforschung an der damaligenHochschule für Musik und darstellende Kunst, des Österreichischen Volksliedwerkesund des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien gebildet hatte, ließ sichvon dem bereits an anderer Stelle zitierten Merksatz von John Henry van der Meerleiten, der unter dem Hinweis auf frühere grundlegende Kataloge für die moderneInstrumentenkunde folgendes festgestellt hat: ,, Instrumentenforschung fängt immerbei den Musikinstrumenten an. In Hinblick darauf ist es unerläßlich zu wissen, wassich wo befindet, auch wenn die diesbezüglichen Angaben nicht die Qualität vonMahillon, Kinsky, Schlosser, Sachs oder Bessaraboff besitzen oder gar wenn sie ein-fache Checklists sind." In welchem Ausmaß solche Kataloge angesichts des gegen-wärtig lebhaft wachsenden Interesses an Musikinstrumentensammlungen selbstentferntester geografischer Regionen und verschiedener historischer Epochen alsinstrumentum studiorum von Nutzen sind, zeigen die Empfehlungen von Normenzur Regelung des Zugangs zu Musikinstrumenten in öffentlichen Sammlungen, wiesie inzwischen vom Internationalen Komitee für Museen und Sammlungen vonMusikinstrumenten( CIMCIM) des Internationalen Musikrates( ICOM) ausgearbeitetworden sind.³

Ausgehend vom Institut für Volkskunde an der Deutschen Akademie der Wissen-schaften in Berlin und in Zusammenarbeit mit dem Musikhistorischen Museum inStockholm entstand 1960 der Plan zur Erstellung eines ,, Handbuchs der europäischenVolksmusikinstrumente", an dem jedes europäische Land beteiligt sein sollte.4 1967wurden als Band 1 Die Volksmusikinstrumente Ungarns" von Bálint Sárosi vorgelegt.

Als vor mehr als zwei Jahrzehnten auch von der Bearbeitung eines Handbuch- Bandesüber ,, Die Volksmusikinstrumente Österreichs" die Rede war, wurde bei der Erstellungdes Bestandskataloges der Musikinstrumente des Österreichischen Museums für Volks-kunde an einen gewichtigen Baustein zu diesem zu erwartenden Corpus gedacht.Immerhin umfasst die entsprechende Musikkollektion ungefähr 900 Instrumente,denen in der Fotothek und in der Grafiksammlung eine noch nicht recht einschätz-

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