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Die Nachbarschaft der Deutschen und Slawen an der March : kulturelle und wirtschaftliche Wechselbeziehungen im nordöstlichen Niederösterreich
Entstehung
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Drei Nägel habns ihm eingschlagndurch Händ und durch Füß,

o Sünder, betracht die Sünden,seine Wunden sind süß.

Wer dies Liedlein kann singen,singt es tags nur einmalder wird schon eingehn

in den himmlischen Saal.

Angesichts der größeren Sangesfreudigkeit der Gemischtsprachigen hieltsich unter ihnen das Volkslied wohl länger, doch auch dort wird es all-mählich still. Lehrer Robert Zelesnik hat einiges aus dem ehemalsüberreichen slowakischen Liederschatz aufgeschrieben. Seine Gewährsleutewaren Josef und Anna Tschapka aus Hohenau, Georg Tschapkaund dessen Frau, eine Ringelsdorferin, Rudolf und Agnes Machatschek,Josefa Hasinger und Agnes Doppler. Von ihren Liedern seien hiereinige geboten. Zunächst ein Weihnachtslied, das noch während desersten Weltkrieges im ganzen Grenzland gesungen wurde 80). Slowaken,Große und Kleine, gingen von Haus zu Haus und heimsten für ihr SingenGaben der Hausbewohner ein 81).

WEIHNACHTSLIED

AUS HOHENAU

1. Pás- li ov- ce pa- stý- ri pri Bethlehems- ma--.( 1.Es weideten Schafe die Hirten beim Meierhof von Bethlehem.)

6.Strun- ka- strun- ka- strun- ka- ze- le- ja- blun- ka- sed- sa pod niu( 6- Strunka strunka strunka ein grüner Apfelbaum- es sitzen unter ihm

pa- stuč- ko- ve jed- sa ka- šu s hrn- ca-Hirten knaben; essen Brei aus dem Häfen.)

Zur ersten Melodie wurden die Strophen 2 bis 5 gesungen:

2. Stante hore a dzite, Christe pána nandete!

( Stehet auf und geht, Christus, den Herrn, ihr findet!)

3. On tam leži v jestličkách za vinutích plenčičkách.

( Er liegt dort in der Krippe in Windeln gehüllt.)

4. Maria ho kolibá, čilaj, bělaj mu spivá.

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( Maria ihn liebkost, cilaj, belaj singt sie ihm.)

5. Čilaj, bělaj, syne muj, svaty Josef otec tvuj.

( Cilaj, belaj, mein Sohn, der heilige Josef ist der Vater dein.)