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Schloßmuseum Gobelsburg : Katalog
Entstehung
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stühle mit den geschnitzten Figuren, die um 1850 von Joseph Zuber, demNagelschmied in Amonsgrün bei Marienbad, hergestellt wurden. Inv.-Nr. 30.908h= 74, b= 74,5, t= 36 cm

( Abb. 42)

Zu den Egerländer Möbeln und

Lit.: Schmidt, Bauernmöbel( 1967), Abb. 71/ b.ihren Herstellern vgl. vor allem Josef Hofmann, Die ländliche Bauweise. Ein-richtung und Volkskunst des 18. und 19. Jahrhunderts der Karlsbader Landschaft(= Karlsbader Volksbücher, Bd. 5), Karlsbad 1928.

RAUM XIII

4. Wiegen und Kinderbetten

366. Wiege. Querschwinger- Kufenwiege aus Fichtenholz. Grün, rot, gelb und schwarzbemalt. An den Schmalseiten Darstellungen: Am Kopfteil ein großer Drudenfuß( Pentagramm), am Fußteil eine Mariazeller Madonna. Erworben in Voitsberg,Steiermark. Wohl gegen Ende des 18. Jahrhunderts gearbeitet. Vgl. Nr. 99–101.h= 47, 188, b= 63 cm

Inv.-Nr. 5320

Lit.: M. Haberlandt, Österreichische Volkskunst, Bd. II, Taf. 77, Fig. 6.Schmidt, Volkskunst in Österreich( 1966), Abb. 30.

367. Wiege. Querschwinger- Kufenwiege aus blankem, gebeiztem Holz, weich, mitaufgeblendetem, hartem Rahmen. Die Pfosten und Schuppen mit Schuppenmusterbeschnitzt, auf den Seitenbrettern je 2 Felder gerahmt, auf Kopf- und Fußteil jeein Feld. 8 Wiegenbandknöpfe, gedrechselt. Erworben in Jammlitz bei Eibenschitzin Mähren. Um 1800 gearbeitet.Inv.-Nr. 5556

h= 67,192,5, b= 75 cm

368. Wiege. Querschwinger- Kufenwiege. Weichholz. Auf hellblauem Grund in derArt der Möbelmalerei des Kuhländchens in der Mitte des 19. Jahrhunderts mitrotbraunen Sprossen und Ranken bemalt. 8 gedrechselte Wiegenbandknöpfe, vondenen 4 fehlen. Im Kuhländchen, Nordmähren, um 1850 gearbeitet.

h= 68, 194, b= 76 cm

Inv.-Nr. 13.117

369. Wiege. Querschwinger- Kufenwiege aus blankem Weichholz. Ringsum mit rei-cher Reliefschnitzerei verziert, vor allem mit Rankenwerk. Darin eingeschriebenein Doppeladler. Auf dem Kopfbrett Achtstern, offenbar als Drudenfuß gedacht.Auf einer Langseite paarige Tiere, gedacht als Löwen, heraldisch angeordnet. Überdem Doppeladler sign. P.C. Um 1750 im Engadin in der Schweiz gearbeitet.Inv.-Nr. 39.365h= 57,198, b= 71 cm

370. Wiege. Hohe Querschwinger- Kufenwiege aus Weichholz. Bemalt und die beidenSeitenwände mit Sprossenaufsätzen versehen. Auf helltürkisgrünem Grund leichtbemalt: Kopf- und Fußteil jeweils mit einer Rose in dünnem Rankenwerk, aufden Seitenbrettern je ein langrechteckiges Feld gestupft, rot. 6 gedrehte Wiegen-bandknöpfe, einer fehlt. In Niederösterreich, vermutlich im Waldviertel, in derMitte des 19. Jahrhunderts gearbeitet.Inv.-Nr. 71.000

h= 63, 194, b= 79 cm

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