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Schloßmuseum Gobelsburg : Katalog
Entstehung
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Lit.: Dehio Niederösterreich. Neu bearbeitet von Richard Kurt Donin, unter Mitwirkungvon Maria Capra, Erwin Neumann, Alfred Schmeller. Revidiert von Ilse Friesen.5. Aufl. Wien 1972. S. 79 f. Dort die Stuckdecke mit Leinwandbild, in der ArtM. J. Schmidts" bezeichnet.

RAUM VII

Breiter Gang im Südtrakt mit leicht stuckierter Decke.

Möbel:

226. Dach truhe. Schwarze hohe Weichholztruhe mit Satteldach. Haferkiste ausGutsbesitz, vermutlich 17. Jahrhundert.

Stift Zwettl

217. Dreifeldertruhe. Große schwarze Weichholztruhe, Vorderwand dreifeldriggegliedert. Gutsbesitz. Vielleicht 17. Jahrhundert.Stift Zwettl

228. Zweitüriger Kasten. Vorderfront mit drei mit Weinranken beschnitzten Halb-säulen. Auf den 4 Türfeldern die 4 Evangelisten. Sign. und dat. IH IP 1833.Erworben in Hall in Tirol.OMV 29.965

h= 160, b= 125, t= 53 cm

Lit.: Zu den Weinranken- und Traubenmotiven hier und an weiteren Stücken vgl.Schmidt, Weintrauben für Gobelsburg. Eine kleine Lehrwanderung durch dasSchloßmuseum( Bauernbund- Kalender 1974. S. 124, mit Abb.).

229. Große Truhe ohne Untersatz. Zweifeldrig, die 2 Bogenfelder mit Vasen undBlumensprossen bemalt, über denen Engelsköpfe schweben. Mayrhofen im Zillertal,Tirol, Anfang 19. Jahrhundert.

1= 120, h= 50, t= 50 cm

OMV 43.347

230. Zweitüriger Kasten. Auf den vier Türfeldern die 4 Kardinaltugenden( Gerech-tigkeit, Weisheit, Stärke, Mäßigkeit). Mittlings zwei Vasen mit Distelblüten. Seit-lich reiche Blumengehänge. Im Inneren zwei bemalte Schubladen, möglicherweiseneu eingefügt. Dat. 1817. Oberösterreich.OMV 45.749

h= 194, b= 130, t= 68 cm

( Abb. 27)

Lit.: Das System der vier Kardinaltugenden wurde bereits in der Antike aufgestellt( Cicero) und vom Christentum übernommen( Ambrosius). Die Personifikation derKardinaltugenden wurde erst in der Barockzeit allgemein üblich und wegen der Vier-zahl gern zur Bemalung der vier zur Verfügung stehenden Kastentürfelder benützt,ähnlich wie die vier Evangelisten. Vgl. Engelbert Kirschbaum( Hg.), Lexikonder christlichen Ikonographie. Bd. IV. Freiburg- Wien 1972. S. 364 ff.

231. Große Truhe. Dreifeldrig, in den Feldern geschnitzte Rosetten. Oberinntal,Tirol, 18. Jahrhundert.OMV 63.861

1= 168, b= 62, t= 58 cm

232. Zweitüriger Kasten mit geschwungenem Giebel. Hellblauer Grund, in den4 weißgerahmten Türfeldern 1. Schutzengel, 2. Maria Immaculata, 3. hl. Magda-lena, 4. hl. Aloysius. Die Heiligen Aloysius und Magdalena waren wohl die

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