Lit.: Elfriede Grabner, Maria vom guten Rat. Ikonographie, Legende und Verehrungeines italienischen Kultbildes( in: Volkskunde. Fakten und Analysen. Festgabe fürLeopold Schmidt. Wien 1972. S. 327 ff.).
46. Standfäßchen. Auf ovalem Standring liegendes Faß mit zwei Tragösen undkleinem Enghals in der Mitte oben. Weiß mit blauen Tupfen. Steiermark, 19. Jahr-hundert.
h= 19,5,118 cm
OMV 45.276
47. Standfäßchen aus Holzdauben mit Weidenreifen gebunden. Der vordereFaßboden aus Zinn mit Schraubverschluß. Vermutlich frühes 18. Jahrhundert. Er-worben in Graz.
h= 9,5, 1= 19,5 cm
OMV 779
48. Standfäßchen aus grünem Waldglas, auf 3 Füßen, mit kurzem Flaschenhalsan Spundstelle. Vermutlich Tirol, 18. Jahrhundert.OMV 63.121
h= 13, 113 cm
49. Standfäßchen aus Zinn, auf Fußgestell aus Kupferblech. Vermutlich Zunft-zeichen einer Binderzunft, 18. Jahrhundert.OMV 46.495
h= 18, 1:= 18 cm
Vitrine 7:
50. Große Kupferkanne. Deckelkanne mit mächtiger Standfläche, nach obenverjüngt, Schnabel angesetzt. Deckel mit getriebenem Herzen. Breiter Henkel.Daumenrast. Salzburg, 17. Jahrhundert.OMV 30.724
h= 60 cm
RAUM II
,, Venus- Zimmer". Decke mit Stuckrelief: Venus mit Amor auf einem von zweiTauben gezogenen Wagen fahrend; in den vier Ecken Kreismedaillons mit Amor- Dar-stellungen( 1. Amor mit Schild und zwei Herzen; 2. Amor als Liebesbote mit Speer undLiebesbrief, bezeichnet ,, G. BIOD LIEB"; 3. Amor mit der Rute; 4. Amor mit Pfeilund Bogen). Sopraporten und Fensterlaibungen in gleicher Art stuckiert: Amor richtetseinen Pfeil auf eine Frau; Frau deckt das Tuch von einem Kind ab; in den Fenster-laibungen je drei Amoretten mit entsprechenden Emblemen. In der Ecke weiß glasierterKachelofen mit vergoldeten Zieraten, oben eine von zwei Jagdhunden flankierte Vase,Wappenkartusche mit Wappen des Stiftes Zwettl.
Oberitalienische Volksmajolika
( Abb. 1)
Der Saal mit dem Venus- Relief an der Decke ist der oberitalienischen Volks-majolika gewidmet. Der dargebotene Bestand an verzierter Gebrauchskeramik aus ver-schiedenen oberitalienischen Werkstätten soll zeigen, daß die Volksmajolika in Öster-reich einerseits mit der in Italien zusammenhängt, anderseits sich von dieser aber be-
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