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Schloßmuseum Gobelsburg : Katalog
Entstehung
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des Kunstgutes des Schlosses befinden, also beispielsweise ein großer spätbarockerSakristeikasten oder eine sehr gute Kopie einer Entführung des Ganymed durch denAdler des Zeus. Der Saal bietet den würdigen Übergang zu der vorzüglich restauriertenspätbarocken Schloßkapelle, deren Altar das Bild des hl. Bernhard vom KremserSchmidt aufzuweisen hat.

Die Sammlung der altösterreichischen Volkskunst wird dagegen durch die Auf-stellung von Museumsobjekten auf dem breiten, lichten Gang ergänzt und abgeschlos-sen. Da dort weder Deckenstuck noch Kachelöfen das Bild bestimmen, konnte in einerZeile zwischen den Saaltüren ein Ensemble guter bemalter Möbel vom 17. bis zum19. Jahrhundert aufgestellt werden. Kacheln und Möbelteile ergänzen die Sammlungzu einem kleinen Überblick über die der Majolikamalerei vielfach verwandte volks-barocke Möbelmalerei Österreichs. Dieses Möbel- Ensemble leitet gleichzeitig zu derzweiten Hauptabteilung des Schloßmuseums, der Sammlung ländlicher Möbel vom 16.bis zum 19. Jahrhundert über.

RAUM I

,, Prälatur", einstmals vom Abt des Stiftes Zwettl während seines Sommeraufent-haltes in Gobelsburg bewohnt. Decke in leichter Stukkatur; barocker Intarsiafußbodenaus Nußwurzel und Ahorn. Blick zur Pfarrkirche von Gobelsburg.

Vitrine 1:

5. Große Zunftkanne. Hohe Zinnkanne mit leicht geschweifter Wandung, auf3 als Cherubsköpfen geformten Füßchen. Deckel mit sitzendem Löwen als Knopf,Daumenrast mit Sonnen- Mascaron. Auf der Wandung die Namen Adam Keimel,Veit Laner, Mert Schneider, auf dem Deckel Veit Laner, Zechmaister, MathisWinckler, Egidi Husman. Dat. 1626.Stift Zwettl

Vitrine 2:

6. Zinn kann e. Starkwandige zylindrische Kanne mit verbreiterter Fußplatte,Deckel mit Daumenrast und Henkel mit 3 Zinnmarken ,, F. G. 1800". Auf demDeckel eingraviert, E. C. Plambeck 1852".

h= 31 cm

OMV 63.110

Vitrine 3:

7. Apothekergefäß. Vasenförmig mit abgesetztem Fußteil und Hals. Aufbläulichweißem Grund hellblau bemalt, im Mittelstreifen Mondgesicht und dasWort ,, Ricinus". Südtirol, um 1700.OMV 26.624

h

= 13 cm

8. Apothekergefäß. Vasenförmig mit leicht abgesetztem Fußteil und einge-zogenem Hals. Dicht dunkelblau mit Ranken bemalt. Südtirol, frühes 18. Jahr-

hundert.

h= 14 cm

OMV 25.041

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