,, Lebensbezirk Donaustadt"
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die Ortskerne der Kolonistendörfer Süßenbrunn, Aspern und Hirschstetten.Hier hat eine Stadtentwicklungspolitik Früchte getragen, die sich durchtraditionelle Kurzsichtigkeit und einen demütigenden Hochmut den Berei-chen links der Donau gegenüber auszeichnet." 51
,, Viele halten Transdanubien für die kulturlose Provinz von Wien", 52
Es ist in erster Linie der Gewalt des Wassers und der Zerstörung inKriegszeiten zuzuschreiben, daß viele bescheidene Kulturdenkmäler nichtmehr existieren. Die Donaustadt aus cisdanubischer Sicht heute: ein Eldo-rado für Architekten von Stadtrandsiedlungen, ein Mekka für Statistikerund ein günstiger Markt für die Bauwirtschaft aber mit dem hartnäcki-gen Image, kulturlos zu sein. Ich möchte behaupten, daß die Nichtbeach-tung der Donaustadt durch die Geisteswissenschaften zur Orientierungslo-sigkeit und dem geringen Selbstwertgefühl in kulturellen Angelegenheitenbeigetragen hat. Ein interessanter Bezirk wird von vielen Seiten erforscht
einem unerforschten Gebiet haftet das Image an, unattraktiv zu sein,nichts Forschenswertes zu bieten. Tatsachen treten dem Vorurteil der kult-urlosen Geschichte entgegen: Im neuen Dehio der Wiener Außenbezirke,erschienen 1996, sind den Kunstdenkmälern in der Donaustadt gar 30 Sei-ten gewidmet- sogar der gebildete Donaustädter Leser gibt sich erstauntüber die darin enthaltenen Kulturdaten! 53
Zum Image der Peripherie
Und so ergibt sich auch in Transdanubien heute die Situation einesStadtteils, den die Worte von Wolfgang Slapansky so gut beschreiben:,, Die Peripherie, das ist keine Gegend, die präsentationswürdig ist, zumin-dest nicht im Sinne der herkömmlichen Ästhetik bildungsbürgerlicher Art.Die Peripherie, sie will nicht so recht in das offizielle Bild der goldenenWienerstadt passen, nicht so recht zum Klischee der goldenen Wienerher-zen.... die, wilden Siedlungen', Baracken und Schrebergärten, die Eintö-nigkeit der Schlafsilos der Stadtrandsiedlungen für die gegen das Zen-trum ausgerichtete Blickweise zeigt sich hier eine Seite der Stadt, die nurallzu gern ausgeblendet wird aus den Zusammenhängen des urbanenLebens." 54 Spürbar erleichtert nimmt Hans- Christian Heintschel in seinerReportage für Die Presse Abschied von einem Ausflug in die transdanubi-