VOM GARTEN GOTTES ZUR RITUALBRACHE
Jésus", die ,, Confrérie du Saint Rosaire", die ,, Confrérie de l'Agonie et Bonne Mort".8Sie alle sind heute verschwunden, und nur noch einige Kultobjekte wie Vortragskreuzeund Banner erinnern an sie.
V. Prédications
Jeden Sonntag wird in der ersten Messe in„ patois" gepredigt, im Amt auffranzösisch. ,, L'Expérience a fait connaître la nécessité de la prédication en patois. En1880 à la fin d'une Mission pendant laquelle la prédication à la Ire messe avait été faiteen français, les fidèles réclamaient la prédication en patois disant qu'ils ne comprenai-ent pas assez le français pour suivre une instruction."
VI. Catéchismes
Die Modalitäten des Religionsunterrichtes werden referiert. Nach je zehn Lektio-nen findet ein Examen statt, wobei Büchlein oder Bilder als Belohnung winken.
VII. Quêtes
Offenbar wurde nicht jeden Sonntag ein Opfer eingezogen. Außer den vomErzbischof angeordneten Kollekten nahm man an Ostern und Auffahrt ein Opfer fürdie Pfarrkirche und an Allerheiligen für die Armen Seelen auf.
VIII. Pélerinages
Die Pfarrei organisierte für die ganze Region die Lourdes- Wallfahrt im September,wofür man bereits im April bei der Compagnie du Midi den Extrazug bestellte. DieWallfahrt dauerte zwei Tage. Man achtete darauf, daß in den einzelnen Abteilen die
8 Es handelt sich offenbar um eine ,, Confrérie de quartier", die sich vor allem um die Bestattung der verstorbenenMitglieder kümmerte. Vauchez, André: Religion et société dans l'occident médiéval. Torino 1980, S. 333. Vonden Confréries de pénitents bleux, blancs, gris des Ancien Régime ist im Manuskript nichts mehr erwähnt. Siebesaßen ihre quartierbezogenen Kapellen und wirkten bei den Prozessionen prägend mit.
621