KLAUS BEITL- CURRICULUM VITAE
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anfangs von allen möglichen Seiten in Zweifel gezogen worden war. Das Institutveranstaltete weitere wichtige Tagungen Probleme der Gegenwartsvolkskunde( 1983, gemeinsam mit dem Fachverband für Volkskunde), Gegenwartsvolkskunde undJugendkultur( 1985), Wörter und Sachen. Österreichische und deutsche Beiträge zurEthnographie und Dialektologie Frankreichs( 1988, publiziert in deutscher Sprache1992, in französischer Sprache 1997), eine der schon genannten IVB- Tagungen( 1991) und mehrere kleinere Ausstellungen. All dies und eine ganze Reihe weitererpublizierter Ergebnisse hatte die Österreichische Akademie der Wissenschaften nichtdavon überzeugen können, daß die gegenwärtigen Aspekte einer Kulturwissenschaftein eigenes Forschungs- und Dokumentationsinstitut rechtfertigen.
Um nochmals auf die kommunikativen und integrativen Fähigkeiten Klaus Beitlszurückzukommen und die vielen Anregungen zu würdigen, die auf seine Initiativezurückgehen, muß man sowohl ins Land schauen als auch über seine Grenzen hinaus.Die zahlreichen Namen derer, die ihn auf seinem Weg begleitet haben, deren Bekannt-schaft er gemacht hat, deren Freundschaft er gewonnen hat, können hier nicht allegenannt werden. Klaus Beitl bewegt sich mit Vergnügen auf dem internationalenParkett, er war viele Jahre im Internationalen Museumsrat ICOM tätig, er gehörte derJury des internationalen Pitrè- Preises an und vielen weiteren Jurien, er war sich aberauch nie zu gut, im Kuratorium des Hollabrunner Museumsvereins zu sitzen oder dasKinderweltmuseum in Walchen zu beraten. Auf zahlreichen Reisen knüpfte er Kontak-te, die in Form von Ausstellungskooperationen oder Tagungen fruchtbar werden sollten.Seine dienstlichen Wege führten ihn nach Warschau, Krakau, Lodz, nach Prag, Brünnund Bratislava, nach Budapest und Debrecen, nach Lemberg und Kiew, nach Zagreb,Laibach und Sarajewo, nach Tirana, nach Rom und Palermo, aber auch nach Moskauund St. Petersburg, Den Haag und London, New York und Mexico, Quebec und Oslo,Sydney und Melbourne, und immer wieder natürlich nach Frankreich und Deutschland,wo er stets einen Koffer hat, und nicht nur in Berlin. Nicht umsonst heißt ein Mottovon Klaus Beitl ,, ubi be( e) ne, ibi patria“. Seine Beine und Interessen richten sich nachOst und West gleichermaßen, und das war nie eine Frage der politischen Orientierung,sondern stets eine der wissenschaftlichen und menschlichen Neugier. Bereits eineWoche nach dem Fall des Eisernen Vorhangs lud er unsere Preßburger Kollegen nachWien ein, ein Treffen, aus dem sich die besten nur denkbaren freundschaftlichen undkollegialen Kontakte entwickelt haben. Es gibt kaum ein bedeutenderes Ethnographi-sches Museum in Europa, das er nicht besucht hätte und dessen Mitarbeiter nicht inWien zu Gast gewesen wären. So nimmt es nicht wunder, daß Klaus Beitl auch bei derErrichtung eines Netzwerks der ethnographischen und kulturhistorischen Museen inEuropa, das in den neunziger Jahren aufzubauen versucht wurde, an führender Stellebeteiligt ist. Sein Name steht aber auch für den kontinuierlichen Dialog zwischen
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