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Internationale volkskundliche Bibliographie : Systematik und Datenbanken ; Papiere der 5. Tagung der Arbeitsgruppe für die Internationale Volkskundliche Bibliographie (IVB) vom 8. bis 10. September 1994 in Petronell-Carnuntum (Niederösterreich) und Kittsee (Burgenland)
Entstehung
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definieren. Dies war und ist nicht immer einheitlich und logisch ange-wendet worden: Sprachlich gegliedert wurde etwa die ,, Volkspoesie"(=Volkslieder) aber nicht die ,, Volksprosa", denn dort folgt man den ,, Gat-tungen" als Gliederungsschema.

Z.B. der Abschnitt ,, Volksglauben" ließ bis zu seiner völligen Neuformu-lierung als ,, Religion, Frömmigkeit" das Interesse an Mythologien erken-nen, die in

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Völkergruppen

Antike

Romanen

Germanen

Slawen

Anderweitigem

vermutet und gesucht wurden.

Dagegen waren 9 der 21 Hauptkapitel überhaupt nicht untergliedert,während einzelne Hierarchien bis zu 5 Stufen, und damit einen enormenSystematisierungswillen aufwiesen:

X.BX.B.12.

X.B.12.A.

Sitte, Brauch, Spiel, Fest

Einzelnes

Kalenderbräuche

Allgemeines und Vermischtes.

Nicht nur Hoffmann- Krayers Kulturmodell, sondern auch solche in Jahr-zehnten gewachsenen Unregelmäßigkeiten hatten die verschiedenen Her-ausgeber der IVB in Kauf genommen, um dem Benutzer die Vergleichbar-keit der Kapitel zwischen den verschiedenen Bänden zu erhalten. Um hierbeizu verdeutlichen, worum es geht: Von 1917 bis 1990 wurden in der IVBinsgesamt 282.167 Titel verzeichnet, allein in Bremen seit 1985 34.997.

Der Preis für die versuchte Treue zur ursprünglichen Gliederung warhäufig Unverständlichkeit oder Redundanz. Robert Wildhaber stellte schon1960 fest:

,, Es geraten durcheinander und sind oft nicht sauber zu trennen: Landwirtschaft undLandwirtschaftsbräuche, Haus und Hausbräuche, Geräte( für den Pflug) und Land-wirtschaft.... Es gibt einen Abschnitt IA Bibliographie, als dessen Konkurrenten diebeiden Abschnitte XIIA und XVIIIA wieder Spezialbibliographien für Volksglaubeund Märchen aufweisen( aber nur gerade diese beiden Abschnitte). Die Unterschiedezwischen Volkspoesie, Märchen etc. und Sonstige Volksliteratur sind zu wenig klarherausgearbeitet..." 12"

Aber Wildhaber zog keine Konsequenzen aus seinen Schwierigkeiten:Eine Systematikkorrektur wurde nicht in Angriff genommen. Die begannerst 30 Jahre später im Frühjahr 1990 in Lilienthal. Schon zu diesem ersten

12 Wie 6. S. 225.

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