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Kultur und Volk : Beiträge zur Volkskunde aus Österreich, Bayern und der Schweiz ; Festschrift für Gustav Gugitz zum achtzigsten Geburtstag
Entstehung
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32) Salvadori, a. a. O., S. 181. Über die Tertiaren bei den Minoriten ebendaS. 193.

33) Plume S. 50.

34) Plume S. 51. Während für Wien m. W. das früheste gedruckte Zeugnis dieserAndachten: Hülff in der Noth, das ist St. Franciscus Xaverius Soc. Iesu,durch zehen freytägige... Andacht zum... Trost aller Nothleydenden", Wien1736( vgl. Georg Schreiber, Deutschland und Spanien[= Forschungen zurVolkskunde, Heft 22-24], Düsseldorf 1936, S. 170, Anm. 2) aus dem 18. Jahr-hundert stammt( eine Ausgabe von 1745 in der Wiener Stadtbibliothek 7489 A),sind Zeugnisse aus dem Rheinland und Bayern aus dem 17. Jahrhundert vor-handen( Schreiber, a. a. O., S. 170 u. 182). Die frömmigkeitsgeschichtlicheSituation entspricht durchaus der ordensgeschichtlichen. Der Jesuitenorden hathier wie oft die Verbindung zu Spanien über Bayern, Rheinlande und spani-sche Niederlande geschlagen. Dazu und zur volkskundlichen Interpretation der,, zehntägigen Freitagsandacht" vgl. Schreiber, a. a. O., S. 170 ff., S. 183 ff.35) Plume führt sich u. a. 1704 als ihr Beichtvater an( S. 73). Germanus Plume,geb. 21. II. 1647 in Porentruy( Schweiz), zuerst in den Jesuitenklöstern Leobenund Görz, wo er auch unterrichtete, dann Gefangenen- und Feldpriester, späteram bischöflichen Hof zu Laibach, von wo er an den Wiener Hof berufen wurde.Er war hier Beichtvater der Hofhaltung der Kaiserin( wahrscheinlich EleonoreMagdalena von Pfalz- Neuburg, letzte Gemahlin Leopolds I.), vor allem einerDame namens Herula, die ein heiligmäßiges Leben führte, das zu schreibenihm die Kaiserin auftrug. Er starb am 10. V. 1713 in Graz. Vgl. Litterae Annuaeprovinciae Austriae Societatis Iesu, 1713( Bibl. Pal. Vind. Cod. 12.107), S. 180und danach Stoerger, Scriptores prov. Austr. Soc. Iesu etc., tom. I, Viennae1855, S. 271 ff.( von der Quelle etwas abweichend) und Carlos Sommer-vogel, Bibliothèque de la Compagnie de Jésus, première partie: Biblio-graphie, Bruxelles- Paris 1890 ff., tom. VI, Sp. 908( im wesentlichen mit derQuelle übereinstimmend, mit Literaturverzeichnis). Nach Sommervogel schriebPlume eine Vita Herulae aulicae" in deutscher Sprache, die allerdings in keinerder mir zugänglichen Wiener Bibliotheken vorhanden ist. Vielleicht ist jeneHerula mit der in den Litterae Annuae( a. a. O., 1705, S. 33v) genannten,, Herula Margarita de Stubenberg" identisch, die nach Anrufung des hl. FranzXaver von schwerer Krankheit geheilt wurde.

36) Plume S. 136. Vgl. Statuta, Indulgentien und Ablass der drey hochlöblichenBruderschafften dess allerheiligsten Creuz, St. Franzisci und Antonii, welcheaufgerichtet seynd in der Kirchen der. Minoriten zu Wienn hinter

dem Landhauẞ." Gedruckt in diesem Jahr 1691, Wiener Stadtbibliothek 10.113 G.Plume berichtet von ihrer Mitgliedschaft bei der Bruderschaft des hl. Franzis-kus, die Mitgliedschaft bei der Kreuzbruderschaft ergibt sich aus ihrer Begräb-nisstätte, ihre Mitgliedschaft bei der Antoniusbruderschaft ist bei den späteranzuführenden reichen Zeugnissen ihrer Verehrung dieses Heiligen anzuneh-men, zumal Plume davon spricht, daß sie noch bei vielen anderen Bruder-schaften Mitglied war. Mit der von ihm angeführten Todesangst Christi- Bruder-schaft kann nur die bei den Jesuiten am Hof gemeint sein, da in der InnerenStadt weitere Bruderschaften dieses Namens nicht belegt sind, mit der Skapu-lierbruderschaft, die Bruderschaft zum himmelblauen Skapulier der Kajetaneran der Hohen Brücke über den Tiefen Graben in nächster Nähe des Wohnsitzesder Christina Rigler. Zur Lokalisation der Bruderschaften vgl. die in den Forti-fikationssteuervorschreibungen vom 15. VII. 1776 im Erzbischöflichen Ordina-riatsarchiv Wien gegebene Liste der Bruderschaften( zusammengestellt beiAurenhammer, a. a. O., S. 346).

37) Plume S. 271. Wohl P. Aegydius Pall, vgl. Testament( Anhang I).

38) Vgl. das Testament( Anhang I), Nr. 71 der Stiftungsprotokolle des Minoriten-klosters im Wiener Diözesanarchiv, Fasz. XXVIII.

39) Plume S. 102/3 bzw. 139.

40) Es dürfte sich hier um die bekannte Sammlung der Heiligenlegenden desDionysius von Lützenburg handeln, dessen brauchbares Werk später P. Martinvon Cochem ergänzte und 1708 zum ersten Mal in verbesserter Form auflegte,die Legenda Aurea" des Barock, die Auflagen bis in unser Jahrhunderterlebte.

2 Kultur und Volk

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