,, Interessengemeinschaft volksdeutscher Heimatvertriebener", deren Tätigkeit sich haupt-sächlich auf Wien erstreckt sowie die„ LAWOG"(= Gemeinnützige Landes- Wohnungs-genossenschaft für Oberösterreich“), deren Ziel es ist, Baracken durch feste Häuser zuersetzen. Sie erstellt große Mietshäuser, wie beispielsweise in Haid.
Wollte man die gesamte Bau- und Siedeltätigkeit überblicken, läßt sich sagen, daßaus verschiedenen Wurzeln zahlreiche Siedlungen geschaffen wurden. Den größten Anteilam Zustandekommen haben die Familien selbst, die durch ihre Mithilfe am Bau einenwesentlichen Kostenteil tragen. Bis 1955 wird sich die Gesamtzahl etwa auf 1000 Häuserbelaufen haben. Wenn man eine Bewohnerzahl von fünf Personen pro Haus annimmt,sind etwa 5000 Flüchtlinge seẞhaft geworden. Die Bautätigkeit hat auch heute nochkeineswegs nachgelassen.
Für Oberösterreich läßt sich sagen, daß bis 1954 etwa 15.000 Flüchtlinge seẞhaftwurden, im Vergleich zur gesamten Bautätigkeit ist der Anteil 20%. Innerhalb derVolksdeutschen waren die Siebenbürger Sachsen 69) die fleißigsten Bauherrn.
Die so entstandenen Siedlungen sind nur in wenigen Fällen, wie etwa die Siedlungin St. Martin, oder die Rudigier- Siedlung, oder die jüngste, die Werrenfried- Siedlung, dieunter dem Schutz der Caritas 1957 mit 30 Siedlerstellen, aus Einzel-, Doppel- und Drei-fachhäusern, an 280 Seelen beherbergt und ihren Namen ihrem unermüdlichen FördererPater Werrenfried verdankt, geplant angelegt worden. Es baute vielmehr jeder so aufdem Grund, den er erwerben konnte, wie es ihm gefiel, deshalb entstehen keine geschlos-senen Ortschaften mit Plätzen und öffentlichen Gebäuden, kulturellen oder religiösenMittelpunkten. Die alten Einrichtungen der Landschaft bleiben daher weiter bestehen.
69) A. Nargang, wie 5) S. 192.
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