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Volkskunde der heimatvertriebenen Deutschen im Raum von Linz
Entstehung
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VORWORT

Die vorliegende Arbeit über das Leben der heimatvertriebenen Volksdeutschen inLinz entstand in der Zeit von 1950 bis 1955. Die Anregung hiefür ging von dem Kultur-amt der Stadt Linz aus. Eigene Beobachtung erbrachte das Material, das bis zur Einwan-derung, 1944, zurückreicht und bis 1960 ausgreift. Eigenart und Volkscharakter der Sie-benbürger Sachsen und der Donauschwaben waren mir aus Kindheits- und Jugenderleb-nissen wohl vertraut. Die Schwierigkeit der Darstellung lag in den fluktuierenden Zustän-den in Baracken und Lagern.

Die Arbeit vermag nur streiflichtartig über das Leben der Volksdeutschen in und umLinz zu berichten und ist ein Versuch einer Gesamtschau zum besseren Verständnis dereinzelnen Erscheinungen, erhebt aber keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Die Ent-wicklung ging mit dem Aufbau des Landes rasch vor sich, die Erscheinungen brachenimmer wieder ab, die Traditionsträger tauchten unter, und viele wanderten weiter.

Behilflich waren mir die vielen Gewährsleute, die ich im Anmerkungsteil namentlichanführte und denen an dieser Stelle nochmals der herzlichste Dank ausgesprochen sei.Besonderer Dank gebührt auch den Amtsstellen der Flüchtlingsbetreuung, den Vertreternder Landsmannschaften und den Vertretern von Schule und Kirche.

Zu herzlichem Dank fühle ich mich auch allen Photographen verpflichtet, die mirLichtbilder zur Verfügung stellten. Es sind manchmal nur Gelegenheitsaufnahmen, diekeinen Anspruch auf photographische Wertung besitzen. Sie sind aber Dokumente undwurden deshalb hier veröffentlicht, wobei es sich nur um eine Auswahl aus den Auf-nahmen handelt, die bei mir im Laufe der Arbeit zusammenkamen.

Den Druck der Arbeit ermöglichten das Bundesministerium für Unterricht und dasKulturamt der Stadt Linz in Zusammenwirken mit dem Kulturamt der Oberösterreichi-schen Landesregierung. Ihre Bemühung und ihr Verständnis verdienen meinen besonderenDank. Für die Aufnahme in diese Veröffentlichungen habe ich der Direktion des Öster-reichischen Museums für Volkskunde zu danken.

Helene Grünn

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