Wòs is in' Wasserl?
A Fischerl.
Wòs is in Fischerl?
An Herrn sei Tischerl.
Sitz ma uns nieda!
Dabei setzen sie sich gleichzeitig auf den Boden. Dann bemühen sie sich, wiederaufzustehen und sagen einleitend:
Wo is da Herr?
Auf da Stör.
Wo is d'Frau?
In Hieflau.
Und's Kind?
In Råm.
Steig ma auf in Gottes Nåm!
114. Figuren werfen
Das Spiel wird meist auf einer Wiese geübt. Ein größeres Kind faßt der Reihe nachdie anderen an einer Hand, dreht sich rasch um sich selbst und läßt dann plötzlichlos. Das andere Kind nimmt aus der Bewegung heraus eine seltsame Stellung einund verharrt so. Zum Schlusse sieht der Hauptspieler nach, wer von allen dieschönste Gestalt angenommen hat, und dieser löst ihn ab.
115. Leise Schritte
Die Spieler stellen sich bis auf einen nebeneinander auf. Wer dazu ausgezähltworden ist, geht an das andere Ende des Spielfeldes und bleibt dort mit abgewende-tem Gesichte stehen. Die übrigen versuchen nun, sich ihm mit leisen Schritten zunähern. Er wendet sich von Zeit zu Zeit plötzlich um, worauf alle trachten, rechtzei-tig stehen zu bleiben. Sieht er jemanden während des Vorwärtsbewegens, so muẞder Ertappte zur Ausgangsstellung zurück. Wer ihn zuerst erreicht, hat gewonnenund löst ihn ab.
116. Den Letzten geben
Wenn nach dem Fangerlspiel alle auseinander gehen( oder abends, wenn sich dieGespielen trennen), sucht einer dem anderen mit den Worten„ Du hast den Letz-ten“ einen Schlag zu geben, den dieser weitergibt. Das setzt sich solange fort, bis nurnoch einer übrigbleibt, der„ Letzterlmann" heißt.
Nach einer zweiten Spielart läuft ein Knabe einem anderen nach und sucht ihnmit einem kurzen Stäbchen zu berühren, wobei er sprechen muẞ:
Schlòg mein Letzterl ån di' ån,
Bis i' nimma renna kånn;
War'st bessa gloffa,
So hätt i' di' net' troffa!
Dann ruht er aus, und der Berührte setzt in der gleichen Weise fort. Bleibt schlieẞ-lich nur noch einer übrig, so wird dieser als„ Letzterlmånn“ verspottet.
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