Besitzer als Schlafstelle, wenn er zeitweise am Hof schlief.
Die Ofenstube und der Quergiebel dienten bis 1975 als Schlaf-räume. Sie sind teilweise noch mit Mobiliar ausgestattet, findenaber zur Zeit nur als Abstellräume Verwendung und sind auch nichtbeheizbar. Der Kamin für beide Räume befindet sich in der gemein-samen Trennwand. Der Flur," Labm" oder" Vorhaus" genannt, ist vonder Funktion her Durchgangs- und Abstellraum. Alle Räume des Erd-geschosses, der Keller und das Dachgeschoß sind von ihm aus zu-gängig, wobei die Lage des Quergiebels an Flur und Stübl nichttypisch ist, da im allgemeinen der Zugang durch die Stube erfolgt.An der südlichen Außenwand des Flurs ist eine Nische ausgespart,die durch zwei Steinplatten in drei übereinanderliegende Fächergeteilt ist. Sie wird von der Besitzerin" Luag" genannt und dien-te früher zum Abstellen des Füllkrugs, jetzt für allerlei Klein-kram.
Durch die hintere Haustür gelangt man auf ein" Gangl", das indieser Form aus den 50er Jahren stammt und ein älteres, etwaskleineres, ersetzt. Es ist mit einem Bretterboden versehen, nurdie" Gredn" an der Traufseite des Quergiebels ist betoniert. DasGang wurde im Sommer als Eẞraum und Platz zum Rasten verwendet,noch jetzt stehen hier ein Tisch und Bänke. Die Notwendigkeit desNiveauausgleiches zum Eingang hin ist hier kaum gegeben, sodaẞdie Eẞfunktion ausschlaggebend für den Anbau gewesen sein dürfte.Auch befindet sich dieses Gangl im Unterschied zu den meisten" Eẞgangln" nicht an der Haupteingangs-, sondern an der Rückseite.Die Ost- und die Südseite des Hauses sind mit einem mit Stein-platten gepflasterten Weg, der" Gredn", umgeben.
Das Dachgeschoß dient als Abstellraum. Der Dachgrund ist beimHaupthaus trauf- und giebelseitig, beim Quergiebel nur giebel-seitig vorgeschoben, und zwar bei der Stube am Giebel 110 cm undtraufseitig geringfügig weniger. Durch die größere Wandstärke imMauerteil ergibt sich dort eine entsprechend geringere Ausladung,da die Fußpfetten gerade durchgehen. Der Giebel beim Stübl ist15, beim Quergiebel 20 cm vorgezogen, jeweils von der Mauer ge-messen. Die doppelte Fußpfette liegt auf den Konsolhölzern der
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