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Das ländliche Wohnhaus im Gerichtsbezirk Stainz : eine Untersuchung historischer Hausformen in der Weststeiermark
Entstehung
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der Stadtwohnung her gewohnte Komfort auch im Wochenendhaus, daszudem meist nur in der wärmeren Jahreszeit bewohnt wird, nichtvermißt werden soll.

Die übrige Stubeneinrichtung läßt fast immer noch die ur-sprüngliche Diagonalstruktur mit der Tischecke erkennen, Küchen-einrichtung und Möbel sind meist schon modernisiert und reichenvon Fabriksmöbeln des frühen 20. Jh. bis zu neuen Warenhausmöbeln,nur selten sind noch ältere ländliche Möbel vorhanden.

Dort, wo in einer eigenen Küche gekocht und meist auch ge-gessen wird, wird die Stube in Einzelfällen im Stil eines städti-schen Wohnzimmers mit Sitzgarnitur und Couch- Tisch eingerichtetund erhält so eine erhöhte Repräsentationsfunktion. Das ist be-sonders dort der Fall, wo der städtische Einfluß durch die Kin-der oder den Arbeitsplatz verstärkt wird. Dies zeigt sich dannmanchmal auch in städtischen Bezeichnungen wie" Bauernstubm"( OI42) oder" Bauernstübl"( RO 43, s. Kap. 8.6.), wenn dieser Raum

" rustikal" mit neuen" Bauernmöbeln" eingerichtet ist. 1

Die Einrichtung der Stuben in Wochenendhäusern läßt sich kaumauf einen bestimmten Wohnstil einengen. Sie reicht vom bewußtenBewahren des" ursprünglichen" Zustandes bis zur völligen Umge-staltung als Eẞ- und Wohnzimmer.

Eine genaue Untersuchung der Ausstattung und der Funktioneninnerhalb der Stube- und auch in den übrigen Wohnräumen- istin dieser Arbeit nicht möglich. Sie würde den hier gestecktenRahmen mit dem Schwerpunkt auf gefügekundlichen Aspekten spren-gen und von der Materialfülle her eine eigene Untersuchung erge-ben.2

1 vgl. a. A. Schrutka- Rechtenstamm, Kultureller Wandel, S. 94.

2 Vgl. ebd. mit weiteren Literaturangaben zum Themenkreis" Wohnen".

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