Schier bis ins 20. Jh. hineinwirkt. 1 Neben dem Stammesgedankenist auch die Suche nach Urtypen charakteristisch für die frühe
Hausforschung.2
Eine Intensivierung der Hausforschung ergibt sich um die Jahr-hundertwende durch eine große regionale Ausweitung der Untersu-chungen sowie umfassende Materialiensammlungen in den Bauernhaus-werken für österreich, Deutschland und die Schweiz, wobei geradeauch in Österreich über Sprachgrenzen hinweg gearbeitet wird.Gleichzeitig erfolgt langsam eine Loslösung von der reinen Stam-mestheorie hin zu einer" Substrattheorie", wie sie bei Rhamm, Ge-ramb und Schier zu finden ist. Mit Steinbach, besonders aber mitSchier beginnt dann die Auflösung des Hauses in seine Teile, wie4sie schließlich auch von Weiss gefordert wird. Diese Phase lei-tet dann zeitlich bereits zu gefügekundlichen Ansätzen über, wiesie schon bei den Methoden besprochen wurden( s. Kap. 1.1.2.).
Nach den knapp nach 1900 erschienenen Bauernhauswerken war dieEntwicklung der Hausforschung, soweit sie das ländliche Wohnhausbetrifft, in den genannten drei Ländern sehr verschieden. In derSchweiz wurde nach dem Gesamtüberblick von R. Weiss 5 seit 1965mit dem umfangreichen Reihenwerk" Die Bauernhäuser der Schweiz"begonnen, von dem schon einige Bände vorliegen. In Deutschlanderschienen in der Reihe" Haus und Hof deutscher Bauern" nur dreiBände, die von anderen monographischen Werken ergänzt wurden,aber kein geschlossenes Reihenwerk ergeben werden. Daneben nimmtauch die Zahl der Periodica und Bibliographien zur Hausforschung,nicht nur zur volkskundlichen, besonders seit 1950, dem ersten
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1 K. Bedal, Hausforschung, S. 7; vgl. a. J. Schepers, Hausforschung, S. 54-
60; zur ethnischen Theorie Hunzikers R. Weiss, Häuser, S. 19-24.
2 K. Bedal, Hausforschung, S. 8.
3 Ebd., S. 5 mit genauen Zitaten.
4 Ebd., S. 8 f.; R. Weiss, Häuser, S. 30-34.
5R. Weiss, Häuser.
6Vgl. dazu K. Bedal, Hausforschung, S. 5 mit weiteren Literaturhinweisen.
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