" Handlung" nur" gegenwärtig existent" sind und daher bloß beobach-tet oder mitgeteilt werden können und nur teilweise aus dem Bau-
bestand erschließbar sind. 1 Eine Aufgabe der volkskundlichen Haus-forschung ist nach Bedal," dieses vielfältige Geflecht innerhalbund zwischen unseren vier Strukturebenen zu analysieren und wie-der zu einer aufeinander bezogenen Einheit zu bringen".2
Aus diesen methodischen Grundsätzen ergab sich für diese Ar-beit nach der Festlegung des Untersuchungsgebietes und der Auf-arbeitung des Franziszeischen Katasters als archivalischer Grund-lage folgende Vorgangsweise: Anhand der einschlägigen hauskundli-chen Literatur wurde ein dreiseitiger Fragebogen erarbeitet, derneben allgemeinen Angaben und Grundgröße des Besitzes das Bau-und Raumgefüge sowie Funktion und Terminologie der Räume berück-sichtigte. Außerdem enthielt er einen Raster für die Anfertigungvon Grundriẞskizzen. Der Fragebogen wurde in zwei Pilotversuchenerprobt und in Einzelheiten den Erfordernissen angepaẞt. Mit demFragebogen wurden 1982/83 an die 500( 481) Häuser erfaßt, wobeiaus organisatorischen Gründen katastralgemeindeweise vorgegangenwurde. Es konnte allerdings nicht bei allen Häusern eine voll-ständige Inventarisation vorgenommen werden, da die Besitzer teil-weise den Zutritt zum Haus überhaupt verweigerten, teilweise nurAufnahmen an der Außenseite gestatteten. Parallel zu den Bauauf-nahmen erfolgten weitere archivalische Arbeiten. Die Eintragungenim FK ergaben oft wichtige Hinweise für Datierungen, doch mußtemitunter auch eine Fehlerhaftigkeit dieses Katasterwerkes fest-gestellt werden( s. Kap. 2.1.). Ein direkter statistischer Ver-gleich der Häuserzahlen zwischen dem FK und den Aufnahmejahrenerschien nicht sinnvoll, da sich einerseits durch teilweise Um-und Zubauten, andererseits durch den Ausbau besonders von Klein-gebäuden, die im FK nur als Wirtschaftsgebäude ohne eigene Bau-parzellennummer eingetragen sind, zu große statistische Ungenauig-keiten ergeben hätten.
1K. Bedal, Gefüge, S. 168 f.
2 Ebd., S. 175.
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