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Das ländliche Wohnhaus im Gerichtsbezirk Stainz : eine Untersuchung historischer Hausformen in der Weststeiermark
Entstehung
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Grundlage für alle weiteren Interpretationen hin. 1 R. Weiss macht1959 auf die Wichtigkeit eines analytischen Vorgehens( bei gleich-zeitiger Beachtung der Funktion) aufmerksam und tritt für eine

funktionalistische Theorie in analytischer Darstellung ein, 2 diezwar nicht direkt der Gefügeforschung zuzurechnen ist, aber dieBemühung um genaues, differenziertes Arbeiten ohne voreiligeSchlüsse mit ihr gemeinsam hat.

J. Hähnel weist 1969 auf Aufgaben und Möglichkeiten einer Ge-fügeforschung hin, die bisher erst zum Teil ausgenutzt seien.3Er stellt, die Forschung der letzten Jahrzehnte zusammenfassend,neben das bisher im Vordergrund stehende Baugefüge, also die Kon-struktionsdetails, das Raumgefüge, das neben der horizontalen, imGrundriß berücksichtigten Anordnung der Räume auch ihre vertikaleOrdnung zueinander berücksichtigt. Das Funktionsgefüge, der letz-te Punkt bei Hähnel, stellt sowohl die innere funktionale Glie-derung als auch die Funktion des Hauses als ganzes dar. 4 Hähnelweist auf das Baugefüge als zuverlässigstes Kriterium für chrono-logische und typologische Fixierungen hin. So ist etwa die Funk-tion für eine Typologie ungeeignet, da sie in verschiedenen Bau-gefügen gleich sein kann oder umgekehrt gleiche Baugefüge ver-schiedenen Funktionen dienen können. Die Speicherfunktion trittzum Beispiel in verschiedenen Baugefügen auf, erst die Bauaufga-be Speicher ist zu einer Typologie, zum Beispiel im Rahmen desWohnspeicherhauses, geeignet. Unklar bleibt hier weiterhin, ab

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1 Adalbert Klaar, Aufgaben und Ziele einer technischen Hausbauforschung. In:

WrZfVK 47, 1942, bes. S. 35, 40,44; eine sehr frühe Anleitung zu einer ge-nauen technischen Bauaufnahme bietet Karl Reymann, ein pensionierter" kö-niglich preussischer Eisenbahn- Maschinen- Inspector", der in Linz wohnte: KarlReymann, Technische Vorkenntnisse zur Hausforschung. In: MAG Wien 23, 1893,S.[ 12]-[ 28].

2 Richard Weiss, Häuser und Landschaften der Schweiz. Erlenbach- Zürich 1959,

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S. 30-34.

Joachim Hähnel, Zur Methodik der hauskundlichen Gefügeforschung. In: Rhei-nisch- westfälische Zeitschrift für Volkskunde 16, 1969, S. 51-69.

Ebd., S. 53 f.

5 Ebd., S. 54; s.a. K. Bedal, Gefüge, S. 174 f.

6J. Hähnel, Methodik, S. 58.

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