figer als bloßes Augenzuhalten wird Spielphase zwei mit dem Aufhebendes Balles gezeigt.
Datierung:
I. 1 a) Einzelpaare mit Augenzuhalten: Vasenbilder: Ende 5. bis frühes4. Jh. v. Chr.
Plastische Gruppen aus Marmor: fragliche Gruppe, die um 420v. Chr. datiert wird und Gruppe, welche um 220 v. Chr. datiert
wird.
Terrakotten: vom 4. Jh. v. Chr. bis in den Hellenismus.
I. 1 b) Einzelpaare beim Ephedrismos ohne Augenzuhalten: Ausschließ-lich durch Terrakotten vertreten, welche vor allem aus hellenisti-scher Zeit stammen.
I. 1 c) Einzelpaare mit Ball: Vasenbilder: Amphora aus spätarchaischerZeit und Gnathia Pelike aus Unteritalien aus dem 4. Jh. v. Chr.Terrakotten: besonders aus hellenistischer Zeit.
I. 2
II.
Gemmen: römisch, Themen des Hellenismus werden übernom-
men.
Mehrere Paare beim Ephedrismos: ausschließlich durch att. sf.Skyphoi vertreten, welche in den Anfang des 5. Jhs. v. Chr. da-tiert werden.
Reiterball: dargestellt auf sf. Vasenbildern aus der 2. Hälfte des6. Jhs. v. Chr.
2. Glücksspiele
Morra 40
Griech. Bezeichnung: nur eine Umschreibung bekannt, Ptolemäos He-phaistion nennt es ,, ὁ διὰ δακτύλων κλῆρος
Schriftliche Quellen:
Ptolem. Hephaist., Nov. hist. V, 1, er schreibt die„ Erfindung" des Spielsder schönen Helena zu.
Das in Italien unter dem Namen„ Morra" 41 bekannte Spiel wurde vonzwei Spielern gespielt. Außer einem Stab erfordert es keinerlei Hilfs-mittel, die Hauptsache ist schnelle Reaktionsfähigkeit. Die Partnersitzen einander gegenüber und halten gleichzeitig eine bestimmte Anzahlvon Fingern der rechten Hand in die Höhe. Gewinner ist derjenige, derzuerst die Gesamtsumme der emporgehaltenen Finger nennt. Mit der Lin-ken halten die Spieler waagrecht einen Stab zwischen sich, auf dem sie
40 RE, Spiele, unter„, Glücksspiele" wie„, Gleich und ungleich".
41 Becq de Fouquières, les jeux,„ Morra", röm. Bezeichnung: micare= micaredigitis, zwei unrichtige griech. Bezeichnungen erklärt bei Heydemann, Arch.Ztg. 1872, S. 151, Anm. 2.
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