Boden befinden sich Zweige, rechts im Bildfeld sind ein Stuhl und einSessel, über den gemusterte Kleidungsstücke 225 gelegt sind, angegeben.Außer Himeros ist dies der erste Knabe, der im Zusammenhang mit derSchaukel dargestellt ist. Die Tatsache, daß er so klein ist, daß er vonseinem Vater auf die Schaukel gehoben werden muß, daß er außerdemmit einem Blütenkranz geschmückt ist, daß noch weitere blütenbekränzteKnaben im Raum sind, Zweige, Binden und Kränze den festlichen Cha-rakter der Darstellung betonen, läßt keinen Zweifel über die Art desFestes: es ist das Schaukelfest im Zusammenhang mit dem Blütenfest deretwa dreijährigen Kinder 226
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Zweckentfremdet scheint auf den ersten Blick eine Strickschaukelauf einer Oinochoe in New York 227 verwendet zu sein: Sie hängt an vierSeilen in der Mitte des Bildes und ist mit Bändern geschmückt. Auf ihrliegen mehrere gefaltete, gemusterte Kleidungsstücke. Links von derSchaukel steht nach rechts zu niedergebeugt eine reichgekleidete, wohl-frisierte und geschmückte junge Frau, die aus einem Fläschchen wohl-riechendes Öl in das angegebene Feuer sprüht. Sie trägt ein besonderesObergewand, nämlich einen лevótys 228.
Rechts von der Schaukel steht nach links gewendet eine junge Frau inChiton und Mantel, ihre Rechte hat sie über die Kleidungsstücke er-hoben 229, in ihrer Linken hält sie einen goldenen Ball(?). Ganz rechts imBild steht, wie auf dem eben besprochenen Vasenbild, ein Sessel mit ge-schweiften Beinen, auf dem noch ungefaltete, ebenfalls gemusterte Klei-dungsstücke liegen.
Ganz von links nähert sich ein kleiner Knabe mit langen Locken, einenBlütenkranz im Haar, bekleidet mit einem Mantel, der den Oberkörperfreiläßt.
Hauser deutet auf Wäschetrocknen und hält das rechte Mädchen, auchwegen des Balles, für Nausikaa 230, nach Homer 231 spielte sich dasWäschewaschen und darauffolgende Ballspiel jedoch am Strand ab, dasVasenbild aber zeigt meiner Ansicht nach eindeutig eine Innenraumszene.225 Zusammen mit einem Kranz, Zweigen, einer Schale für d. Trankopfer u.Omphaloskuchen: v. Hoorn siehe S. 16; in dieser Zeremonie, der napástasiswurden die kleinen Athener in ihre relig. Gemeinschaft eingeführt.
226 v. Hoorn, Kat.-Nr. 270, bringt die Oinochoe in Zusammenhang mit denAnthesterien und bezeichnet die Darstellung als„, initiation of a boy by swingritual".
227 ARV 1313, 11, G. v. Hoorn, siehe Anm. vorne, Abb. 12, FO: Athen, vomMedias Maler, spätes 5. Jh.
228 v. Hoorn, siehe Anm., siehe S. 17, Anm. 10.
229 G. Richter, Met. Mus. Handbook, 1930, S. 155. Richter meint, daß sie dieWäsche mit Wasser besprengt.
230 Hauser, OHJ VIII, 1905, S. 30 ff.
231 Od. 6.
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