lockige Nackenfrisur ähneln denen des eben besprochenen Mädchens aufder Berliner Kalpis.
Rechts ober dem Kopf der Schaukelnden hängt wieder eine festlicheBinde, von deren Enden rote Fäden herabhängen. Wieder ist zwischenden beiden Figuren ein großes Gefäß in den Boden eingelassen.
Wegen des deutlichen Hinweises der Binden auf den Festcharakter derVasenbilder kann ich Nilssons 220 Meinung nicht teilen, daß es sich beiihnen um bloße Genrebilder handelt.
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Ausgenommen ist bei ihm bloß der nun zu besprechende Sky-phos 221 in Berlin. An sechs Schnüren ist der Schaukelsitz mit den gera-den Beinen befestigt. Ein junges, langlockiges Mädchen, im Profil nachrechts gezeigt, wird so stark geschaukelt, daß zwei Zipfel seines um denUnterkörper geschlungenen Mantels im Luftzug rückwärts wehen. Seinerechte Hand hält die Schnüre tiefer als die emporgreifende Linke. DieBeine ab unterhalb der Knie sind nackt und völlig durchgestreckt, essitzt mit aufrechtem Oberkörper, während die beiden vorher besproche-nen Schaukelnden mit zurückgeneigtem Oberkörper und zwar vorge-streckten, aber doch herabhängenden Beinen dargestellt sind. Aufrechtsteht hier auch derjenige, der den Stoß erteilt hat: ein Satyr, im Profilnach rechts dargestellt, mit vorgestelltem linken Bein und ausgestrecktenArmen, deren Hände niemals den Sitz erreicht haben können, falls ersich auch beim Anstoß nicht niederbeugte. Er trägt einen festlichenKopfschmuck, der denen der Kalathiskostänzerinnen 222 ähnelt. BeischriftAAH 223
105*Noch unbesetzt ist eine Vierstrickschaukel mit kurzbeinigem Sitzauf einer Oinochoe 224 des Eretria- Malers. Auf dem Sitz liegt ein gepunk-teter Polster, an den Stricken der Schaukel sind Kränze und Binden an-gebracht. Rechts von der Schaukel steht im Profil nach links ein be-kränzter, bärtiger Mann mit nacktem Oberkörper, mit um den Unter-körper gelegtem Mantel und Sandalen, der mit beiden Händen einenkleinen Knaben eben auf die Schaukel hebt. Der Kleine ist ebenfalls be-kränzt, er trägt gleichfalls einen Mantel um den Unterkörper, sein Kopfist nach links zurückgewendet, er greift bereits mit beiden Händen aneinen Schaukelstrick. Ganz links im Bildfeld sind zwei etwas ältereKnaben, ganz in ihre Mäntel gehüllt, zu sehen. Beide tragen Blüten-kränze im Haar. Rechts von ihnen steht ein Korb, daneben auf dem
220 Nilsson, Die Anthesterien u. d. Aiora, S. 189.
221 ARV 1301, 7 L. Becq de Fouquières: Les jeux d. anciens, S. 56; vom Pene-lopemaler; Berlin 2589, aus Chiusi.
222 Nilsson: siehe Anm. 3 auf Vorseite.
223 Lafaye in Dar. Sgl. deutet ,, Aletis“, Hauser auf xaλn Avosia
224 ARV 1249, 14; G. v. Hoorn, Choes and Anthesteria, Abb. 10= Nr. 270,S. 16.
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